Retten wir das Haus des Gastes!
 
Das historische Sanatoriumsgebäude von 1905 ist vom Abriss bedroht...

Blog

Sie finden hier längere Berichte, was so läuft und daher nicht in eine Zeile bei den Neuigkeiten passt. Wir haben den Blog nicht von Anfang an geführt, daher fehlt evtl. das eine oder andere. Sie können aber weiterhin die Liste der Neuigkeiten aufrufen.

Wir sind auch offen für Gastartikel. Natürlich können wir keine Garantie geben, dass Gastartikel veröffentlicht werden. Bei Kürzungen setzen wir uns vorher mit den Autorinnen und Autoren in Verbindung.


Index

Damit Sie nicht lange nach einem Beitrag suchen müssen, können Sie auf die interessantesten Beiträge mit einem Klick gelangen. Neue Besucher/innen auf dieser Seite sind aber herzlich eingeladen alle Beiträge in der zeitlichen Reihenfolge durchzuscrollen: Ergebnis, Unterschriftenübergabe, Wahlzettel, Luftbilder, Facebook verstehen, Berechnungen, Brandschutz, Baumfällung, Hochwasserschutz, Umriss des Neubaus, Schilderklau, Antworten auf Fragen der Gemeinde, Fragen an die Gemeinde, Podiumsdiskussion, Hinweise des Kreis Nordfriesland, Versiegelung, Wahlflyer, Gutachterliche Stellungnahme, Informationsfreihheitsgesetz, Kulturpark, Schildergeschichten, Ausschusssitzung, Dorffest in Nebel, Flyer von 1930 , Gelsenkirchen auf Amrum, Juristische Kosten, Der Tag,als die Gemeinde den Kompromiss ablehnte, Maueranker, Privat ist immer schwierig, Parkbeleuchtung, Paul Reese, Unterschriften zum Bürgerbegehren eingereicht und Zulassung Bürgerbegehren.


27. Februar 2024 – Amtliches Endergebnis.

Es liegt das amtliche Endergebnis vor. Ich habe die kleinen Abweichungen im Blogbeitrag korrigiert.


Gefällter Baum
Symbolbild

15. Februar 2024 – Wahrscheinlich werden die Bäume ab Montag gefällt!

ACHTUNG Update: Frau Hannah Zimmermann von der Landschaftplanung für Amrum rief mich gerade (17:25) an und versicherte mir, dass zur Zeit Pflegemaßnahmen stattfinden, es aber noch nicht geplant ist die Bäume zu fällen. Wann das spätere Fällen genau sein wird, konnte sie nicht sagen, aber es wird nur in Zusammenhang mit dem B-Plan erfolgen. Wir vermuten daher, dass es wohl erst nach der Saison sein wird. Also die Aufregung verschieben wir dann auf später. Sorry für die Fehlinterpretation dieses Anrufes. Entweder es war ein Fake Anruf, um uns „bloßzustellen„ oder die Fällung findet woanders statt.

Der Transparenz halber lassen wir den unteren Text stehen, damit keiner sagt, wir haben das alles absichtlich gemacht:

Wie wir von jemanden erfahren haben, der auf Amrum Ferienwohnungen vermietet, gab es heute eine telefonische Anfrage einer Firma „Bau und Forst“ (mit unterdrückter Rufnummer) vom Festland, die am Sonntag den 18. Februar mit „ca.10 Mann“ und „schwerem Gerät“ auf die Insel kommen und Wohnungen mieten wollen und dann ab Montag im „nahe gelegenen Park 90 Bäume fällen wollen“.

Da die Vermieter uns unterstützen, haben die natürlich abgelehnt. Das Recht hat schließlich jeder private Vermieter!

Es wird sich bei diesem Sachverhalt wohl um den Kurpark handeln. Der Park wird also vermutlich ab Montag, den 15. Februar 2024 zu einem großen Teil platt gemacht.

Nach unserem Kenntnisstand war diese Fällaktion nur in Zusammenhang mit dem Bebauungsplan 19 (Neubau) erlaubt, der aber noch gar nicht endgültig beschlossen wurde. Die Gemeinde will offenbar vor der Saison klare Verhältnisse schaffen. Ohne Bebauungsplan, ohne Zusage von Fördermitteln, wie es in der Frage im Bürgerentscheid formuliert war. Wir werden dagegen aber rechtlich nicht vorgehen, weil das Wahlergebnis das ja so zur Folge hat. Alle Wähler/-innen die für den Neubau gestimmt haben, können sich dann gerne ab Montag die erste Folge ihrer Entscheidung ansehen.

Wer noch einmal den Park in der jetzigen Form sehen oder fotografieren will, sollte das bis Sonntag machen. Danach kann man sich nur noch ansehen, wie „schön“ der neue Park aussehen wird.

Vielleicht irren wir uns ja und es handelte sich um einen Fake Anruf oder es ist ein anderer Park gemeint. Wir befürchten aber, das dem nicht so ist.


Ergebnis der Bürgerentscheide

12. Februar 2024 – Ergebnis der Bürgerentscheide.

Das Ergebnis der beiden Bürgerentscheide lautet, dass die Gemeinde gewonnen und wir verloren haben.

Die Gemeinde wurde von den Bürger/-innen von Nebel beauftragt in den nächsten zwei Jahren den Abriss des jetzigen schönen alten Hauses durchzuführen und einen hässlichen Neubau dahin zu setzen.

Wir verstehen das nicht, aber akzeptieren natürlich den Mehrheitsbeschluss.

Wir danken allen Wähler/-innen für die Teilnahme, besonders natürlich den Wähler/-innen, die für den Erhalt gestimmt haben. Und natürlich allen Unterstützer/-innen!

Die Details der Auszählung:

Bürgerentscheid 1 (Sanierung)Bürgerentscheid 2 (Neubau)WahlzettelKombination
Ja Nein Kein Kreuz Ja Nein Kein KreuzStimmen bei der Auszählung
170    170  170Ja bei BG 1, Nein bei BG2
 261  261   261Nein bei BG 1, Ja bei BG2
10   10   10Ja bei beiden Vorschlägen
 10   10  10Nein bei beiden Vorschlägen
39     4078Ja bei BG1, Kein Kreuz bei BG2
  63 62   62Kein Kreuz bei BG1, Ja bei BG2
219 271 63 333 180 40552Anzahl der Stimmen

Die ersten beiden Tortengrafiken zeigen die Ergebnisse für alle Wähler an, die beiden zweiten Tortengrafiken für alle Wahlberechtigten. Mit 553 von 834 Wahlberechtigten lag die Wahlbeteiligung bei 66.3 %. Eigentlich wenig, wenn man bedenkt, dass es um eine selten zu treffende Sachentscheidung mit grossen finanziellen Folgen für die Gemeinde geht. 40 % der Wähler stimmten für den Erhalt und 60 % für den Abriss (wenn man die Unentschiedenen beim Ankreuzen berücksichtigt). Die Gemeinde sollte aber auch sehen, dass es 34.2 % der Wähler egal war, die der Nichtwähler. Das bedeutet, dass man sich nicht auf eine Mehrheit der Bürger/-innen berufen kann, die den Abriss und Neubau wollen, sondern nur auf die Mehrheit der Wähler/-innen. Aber wie man das Ergebnis auch interpretiert, die Gemeinde hat gewonnen.

Wenn das offfizielle Endergebnis kommt, werde ich noch die Zahl der ungültigen Stimmen hinzufügen, die ich mir nicht notiert hatte. Es gab aber fast genauso viele Briefwähler, wie Wähler vor Ort.

Sie können die Zahlen auch als Tabelle herunterladen.

Die Webseite wird weiter gepflegt, um den Hergang zu dokumentieren und den weiteren Verlauf zu begleiten.


10./11./12. Februar 2024 – AmrumNews beeinflusst die Wahl.

Update am 12.02.2024: AmrumNews erlaubt in Zukunft gar keine Kommentare mehr. Es mag sein, dass die Redaktion nicht genug Zeit hat. Warum aber dennoch ein Minderheitskommentar am Tag vor der Wahl veröffentlicht wurde, bliebe zu erklären. Dann lieber gar kein Kommentar! AmrumNews hat alle (!) bisherigen Kommentare bei allen Artikeln gelöscht, bzw. stellt diese nicht mehr dar. Damit hat sie sich vom Anspruch als „offizielle Online-Zeitung“ entfernt. Denn in jeder Zeitung gibt es Leserbriefe und in fast allen Online Ausgaben kann man kommentieren. Es ist somit zu einem Verlautbarungsorgan der Amrum Touristik degeneriert. Den Rest des Textes lasse ich so stehen. Bei Facebook kann man jetzt unter Wir kommentieren Amrum-News extern kommentieren!

Eigentlich wollte ich mit dem letzten Post im Blog den letzten Beitrag vor der Wahl geschrieben haben.

Allerdings hat sich AmrumNews bei diesem ausgewogenen Artikel von Ralf Hoffmann über den Wahltermin selber ein Eigentor in Sachen "Pressearbeit" geschossen. Es veröffentlichte am frühen Nachmittag am Samstag vor der Wahl einen Kommentar zu diesem Artikel, der angeblich von einem Gästeehepaar geschrieben worden ist. Darin beklagt sich das Paar darüber, dass der arme Gemeinderat von der Bürgerinitiative diffamiert worden wäre. Zum Schluß in einem Nebensatz wird behauptet, dass die Kalkulation der Gemeinde sicherer wäre als bei unserem Vorschlag.

Letzteres stimmt übrigens nicht. Wir haben das ja gerechnet.

Natürlich steht jedem frei seine Meinung zu äußern. Allerdings wurde bei Facebook berichtet, dass die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag teilweise gesperrt war und weitere Kommentare, die geschrieben werden konnten, wurden nicht veröffentlicht. Das machen wir jetzt hier in diesem Blog.

Wenn man so kurz vor der Wahl mit dieser Methode Meinung macht und zwar mit einer Minderheitenmeinung, dann ist das von AmrumNews politisch und wahlbeeinflussend!

Ich hatte trotz aller Differenzen einen besseren Eindruck von AmrumNews. Es ist halt doch nur das Sprachrohr der Gemeinde Nebel und der anderen Gemeinden.

Mein Kommentar mit Link und andere Kommentare natürlich nicht, man könnte sich ja informieren:

Hier die mir vorliegenden nich veröffentlichten Kommentare:

Liebe Kroners, Sie verwechseln in ihrem Kommentar Ursache und Wirkung.
Die Gemeinde verbreitet seit Jahren bewusst Unwahrheiten über den Zustand des Haus des Gastes. Erst dank der Recherchen der Bürgerinitiative kamen diese Fakten ans Licht. Auslöser war bekannterweise die Sache mit dem gefakten Gutachten. Bis heute behauptet die Gemeinde weiterhin „Studien und Gutachten„ im öffentlich einsehbaren Entwurf zum Bebauungsplan - wider besseres Wissen. Wenn so etwas aufgedeckt wird, ist es natürlich nicht angenehm für die Verantwortlichen der Gemeinde. An dieser Gemeinde perlte die Feststellung der bewussten Irreführung ihrer BürgerInnen jedoch stets ab. Die gewählten VertreterInnen kümmern die Hinweise auf die falschen Behauptungen nicht. Dieser Arroganz sollen Menschen, die sich für die Aufdeckung solcher Missstände einsetzen, Ihrer Ansicht nach mit Ruhe und Gelassenheit begegnen, liebe Kroners? Glauben Sie mir: Das können manche Menschen nicht. Sie zeigen Emotionen, wenn so mita ihnen umgegangen wird. Zu Recht bezeichnen sie Unwahrheiten als das, was sie sind.
Ebenso wenig ist es allen Menschen gegeben, gelassen zu bleiben, wenn eine Gemeinde ohne Rechtsgrundlage ihre bürgerlichen Rechte einschränkt. Mehrfach geschah dies: Nur beispielhaft sei der von Amrum Touristik initiierte Polizeieinsatz gegen einen Infostand auf privatem Grund genannt. In Anbetracht dieser Vorfälle wäre es deshalb schön gewesen, wenn Sie Ihre Forderung nach keinen „persönlichen Anwürfen„ auch an die Gemeinde gerichtet hätten.
Vergleichen Sie doch mal die diversen unzulässigen Repressalien durch die Gemeinde Nebel mit zum Teil sicher deutlich formulierten Hinweisen auf die Unwahrheiten, die die Gemeinde bewusst verbreitet hat - was erscheint Ihnen da schwerwiegender, Frau und Herr Kroner? Wer bisher nicht erkannt hat, dass für den Neubau des HdG nicht nur immens viel Geld zum Fenster hinausgeworfen, sondern auch getäuscht und getrickst wurde, der wird sich im Zweifel auch mit dem Neubau arrangieren.
Frank Jermann, IRHB

Werte Frau und Herr Kroner.
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens haben niemals persönlich „Anwürfe“ gegen die Gemeinde gestartet. Wir haben deutliche Kritik geäußert und seltsame Vorgänge dokumentiert, ja. Aber wir sind sachlich geblieben, auch wenn es manchmal schwer fiel.
Dass in sozialen Medien von Unterstützern mal deutlicher geredet wird, ist leider normal. Das kann aber kein Argument gegen unser Begehren sein.
Und was das Finanzielle angeht: Wir haben gerechnet, und unser Konzept, die Sanierung außerhalb der Hochsaison in Etappen durchzuführen, ist auch mit den Zahlen der Gemeinde 2 Millionen Euro günstiger und 10 Jahre früher abbezahlt.
Informieren Sie sich gerne auf https://retten-wir-das-haus-des-gastes.de/blog.html.
Jost Jahn

10. Februar 2024 at 15:17
Your comment is awaiting moderation.
Herr und Frau Kroner, wie Cornelius in der NDR Reportage (25.09.23) vor laufender Kamera eingestand, war nie die Bürgerinitiative diejenige, die in den sozialen Medien diffamiert oder gehetzt hat. Daher die Bitte, die Kommentare aufmerksam zu lesen, bevor es zu Anschuldigungen oder Unterstellungen kommt. Es sind genau die Kommentare wie Ihrer, die weder gut recherchiert sind noch der Wahrheit entsprechen und die für schlechte Stimmung sorgen. So wie es nie ein Gutachten zur Bausubstanz gab, so gibt es keine solide Kostenschätzung der Gemeinde. Die Zahlen sind veraltet. Die den WählerInnen zugesagten 50 % Fördergelder können nicht abgerufen werden, da noch keine und noch nie Fördergelder für den Neubau beantragt wurden. Die Kassen des Kreises, die Kassen des Landes sind leer. Wie will die Gemeinde das finanzieren-bei rückgängigen Gästezahlen (wie viele Ferienwohnungen dürfen nicht weiter vermietet werden?) Unser Finanzierungsvorschlag ist transparent und auf: retten-wir-das-haus-des-gastes.de nachzulesen. Abgerissen ist schnell- das rückgängig zu machen ist unmöglich! Ein Totalschaden für die Kultur und Natur der Insel, für unseren Tourismus! Oder wie Georg Quedens, der unsere Initiative von Anfang an unterstützt hat, sagt: „Mir fällt kein Ereignis ein, das in ähnlicher Art das Bild von Nebel derart beschädigt und herabgewürdigt hat, wie dieser überdimensionierte Viehstall„
Nochmals eine Aufforderung, den Wahlschein genau zu lesen: Die WählerInnen stimmen nicht den 50 % Förderung zu, sie stimmen einem „förderfähigen Neubau“ zu. Gab es da nicht auch einen Ratsbeschluss oder eine Vereinbarung mit dem Bürgerblock? Und auch für unseren Vorschlag gibt es Fördergelder- über die Höhe haben wir nie Versprechungen gemacht! Stimmt am Sonntag für den Erhalt und setzt somit ein Zeichen für den Erhalt von Natur und Kultur der Insel und gegen den Neubau.
Manfred Kurfürst

10. Februar 2024
Your comment is awaiting moderation.
Ich komme seit vielen Jahren nach Amrum und immer wohnte ich in Nebel. Der Ort hatte für mich immer ein besonderes Flair. Dort fühle ich mich wohl, angekommen, zu Hause. Das besondere ist der Ortskern mit den vielen schönen Friesenhäusern und der Kirche. Auch das Haus des Gastes gehört dazu. Mit ihm verbinde ich viele Erinnerungen. Es wäre furchtbar, wenn es abgerissen würde. Das neue geplante Objekt passt überhaupt nicht nach Nebel und würde das harmonische Ortsbild zerstören. Also bitte liebe wahlberechtigte Nebeler Bürger, tut euch den Gefallen und stimmt für die Erhaltung des historischen Gebäudes. Eure Stammgäste werden es euch danken. Wir, und die Unterschriften zeigen, wie viele wir sind, wollen kein Tomatentreibhaus oder eine Begräbnishalle. Wir wollen unser Nebel behalten, das wir lieben.
Susanne Mohr


Liane, Jost, Anna Susanne und Manfred. Foto: Astrid Thomas-Niemann

10. Februar 2024 – 3500 Unterschriften.

Wir haben die Unterschriften der 3500 Unterstützer/-innen online von der OpenPetition und auf den Unterschriftenlisten dem Bürgermeister überreicht. Sie sehen uns vor dem Amt in einem zur Zeit der Übergabe stattfindenden Schneesturm.

Der Bürgermeister hat den Aktenordner mit den Unterschriftenlisten und der kompletten Liste der Unterschriften von OpenPetition entgegen genommen. Wir haben noch einmal freundlich miteinander geredet, die Differenzen aber nicht verschwiegen.

Der Bürgermeister wollte kein Foto über die Übergabe gemacht haben und die Presse auch nicht dabei haben. Das ist sein gutes Recht, auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten. Schließlich sind die Gäste der wichtigste Wirtschaftsfaktor auf der Insel Amrum und natürlich auch in Nebel.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei Frank Jermann von der IRHB (Initiative zur Rettung historischer Bauten) für das Aufsetzen und die Betreuung der Online Petition. Diese kann immer noch unterzeichnet werden.

Anna Susanne hat den Ordner mit den Unterschriften künstlerisch gestaltet. Es soll ja auch nach Etwas aussehen!

 baumweg  baumweg

Tisch mit Unterlagen

9. Februar 2024 – Verteilaktion.

Wir haben jetzt kurz vor der Wahl an alle Einwohner/-innen der Gemeinde Nebel noch einmal einen Flyer mit einem aktuellen Einlagestreifen und einem Begleitbrief verteilt. Danke an Jost, Anna Susanne, Liane, Manfred, Elke und Ulrike für die Hilfe dabei. Es sollten alle Haushalte erhalten haben, die auch einen Briefkasten haben. Wir liefern aber auch gerne nach.

Wir haben darin die Argumente noch einmal zusammengefasst. Zusätzlich haben wir noch einmal klargestellt, dass unser Vorschlag günstiger wird und 10 Jahre früher abbezahlt ist! Dazu das imposante Foto mit Flatterband, welches die riesigen Ausmaße des Neubaus klar aufzeigt.

Jetzt ist es an den Einwohner/-innen der Gemeinde Nebel zu entscheiden.


Rote Liste Eintrag

8. Februar 2024 – Denkmal oder nicht.

Nun hat der drohende Abriss vom „Haus des Gastes“ auch in Fachkreisen der deutschen Denkmalpflege und Kunstgeschichte zu einer öffentlichen Reaktion geführt.

Die „Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland“ weist auf gefährdete Baudenkmäler hin, um so für deren Erhalt zu werben.

Für den aktuellen Aufruf von Corinna Tell aus Berlin klicken Sie hier.

Leider konnte sich die zuständige Behörde bisher nicht dazu durchringen, das „Haus des Gastes“ als Denkmal anzuerkennen. Es liegt aber nahe an anderen Denkmälern der Insel Amrum und daher greift hier evtl. auch der Ensembleschutz.


Stimmzettel zum Bürgerentscheid.

7. Februar 2024 – Wahl und Wahlschein.

Warum zeigen wir den Wahlzettel, wie er nach unserer Meinung ausgefüllt werden sollte? Nun, das macht die Gemeinde auch. Es ist bei der Wahlwerbung von politischen Parteien nicht unüblich.

In der Wahlbenachrichtigung haben die Neblerinnen und Nebler einige Informationen zur Wahl bekommen. Briefwahl ist auch möglich. Einzelheiten dazu finden sich in dieser Benachrichtung.

Die Wahl mit den drei Fragen ist nicht ohne Tücke! Wir haben den Justitiar des Landkreises dazu befragt.

Die Wahl ist nur gültig bei einer Mindestbeteilung von 20 %, anders als bei einer normalen Wahl. Bei der heutigen Wahlvorbesprechung (Jost Jahn von der BI ist Wahlhelfer) wurde die Zahl von schon 200 abgegebenen Briefwahlstimmen genannt. Das sind schon ca. 25 % Wahlbeteiligung. Diese Hürde hat die Wahl also schon genommen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass jede der Fragen eine „qualifizierte“ Mehrheit der Stimmen braucht, um als „beantwortet“ zu gelten. Das sind 20 % der Wahlberechtigten, also etwa 170 Stimmen. Diese qualifizierte Mehrheit gilt für „Ja“ und „Nein“. Was bedeutet das? Wenn z.B. für den Neubau nach der Planung der Gemeinde weder 170 Stimmen mit Ja, noch Nein stimmen, so gilt diese Frage als nicht beantwortet! Das ist ein bedeutender Unterschied zu einer Wahl. Bei einer Wahl reicht im (theoretischen) Extremfall eine einzige abgegebene Stimme, um diese zu entscheiden. Bei diesem Bürgerentscheid gilt das nicht!

Die Fragen werden unabhängig voneinander betrachtet, d.h. es ist nicht wichtig welche der Fragen mehr Ja-Stimmen im Vergleich zur anderen Frage hat.

Die Folgen verschiedener Konstellationen (immer als qualifiziertes Ja oder Nein bzw. als „nicht qualifiziert beantwortet“) finden Sie hier:

Bürgerentscheid 1 Bürgerentscheid 2 Stichfrage Folgen für das Haus des Gastes
Ja Ja Erhalt Erhalt
Ja Ja Neubau Abriss
Ja Ja Nicht qualifiziert beantwortet Gemeindevertretung entscheidet
Ja Nein Ohne Bedeutung Erhalt
Ja Nicht qualifiziert beantwortet Ohne Bedeutung Erhalt
Nein Ja Ohne Bedeutung Abriss
Nein Nein Ohne Bedeutung Es darf in den nächsten 2 Jahren weder ein Erhalt, noch ein Abriss durchgeführt werden!
Nein Nicht qualifiziert beantwortet Ohne Bedeutung Es darf in den nächsten 2 Jahren weder ein Erhalt, noch ein Abriss durchgeführt werden!
Nicht qualifiziert beantwortet Ja Ohne Bedeutung Abriss
Nicht qualifiziert beantwortet Nein Ohne Bedeutung Es darf in den nächsten 2 Jahren weder ein Erhalt, noch ein Abriss durchgeführt werden!
Nicht qualifiziert beantwortet Nicht qualifiziert beantwortet Ohne Bedeutung Gemeindevertretung entscheidet

Der Eintrag „Ohne Bedeutung“ bei der Stichfrage bedeutet genau das. Wenn bei Bürgerentscheid 1 und 2 jeweils eine qualifiziertes Ja zusammen kommt, dann greift die Stichfrage. Ansonsten ist sie ohne Bedeutung (das Ergebnis wird dann auch nicht ausgezählt). Wer also nur die Stichfrage ausfüllt und kein Ja bei dem passenden Bürgerentscheid, läuft ganz stark Gefahr, dass dieses Kreuz wertlos ist, weil nur eine der beiden anderen Fragen mit einem qualifizierten Ja beantwortet worden ist. Wer das Haus des Gastes also erhalten will und/oder gegen den Neubau ist, muss alle drei Fragen wie im Wahlschein abgebildet, ankreuzen! Sonst kommt der hässliche Neubau! Wird die Stichfrage nicht qualifiziert beantwortet bei zwei qualifizierten Ja's, entscheidet die Gemeindevertretung!

Das Unangenehmste wäre, wenn es ein qualifiziertes Nein (egal bei welchem Entscheid) und eine nicht qualifizierte Antwort bei dem jeweils anderen Entscheid gibt. Dann bleibt das Haus zwar erstmal stehen, darf aber nicht saniert werden. Notwendige Reparaturen muß die Gemeinde an dem Haus dann aber schon durchführen!


Der Plan der Abholzungen.

6. Februar 2024 – Diese Bäume sollen fallen.

Im Zuge der Planung für ein neues Gebäude als Ersatz für das „Haus des Gastes“ sollen laut der Abwägungstabelle Entwurf Bebauungsplan Nr. 19 (Haus des Gastes) vom 06. April 2023 im Kurpark 83 Bäume gefällt werden, euphemistisch bezeichnet als „Entnahme“.

Wir bleiben bei dieser offiziellen Zahl, obwohl von der Gemeindevertretung immer wieder andere Zahlen genannt worden sind.

Wo diese Bäume stehen sollen, kann man auf dem Fällplan sehen. Da mir die Bäume für einen Besuch vor Ort zu wenig markiert waren, habe ich die Karte nachgezeichnet, und man kann diese im rechten Vorschaubild sehen, welches sich mit einem Klick grösser darstellt.

Bei dem Besuch vor Ort haben wir herausgefunden, dass man die Bäume nicht alle so genau zuordnen kann, wie sie auf der Karte stehen. Wie kann das sein? Hat sich jemand vermessen? Zumindestens nicht exakt gemessen. Vielleicht hat man auch gar nicht gemessen, sondern von einem Luftbild abgezeichnet. Da kann der Schattenwurf schon einmal eine falsche Position vorgaukeln. Die Vermessung fand schon am 11.03.2021 statt. Der Fällplan wurde erst 18 Monate später am 12.10.2022 publiziert. Man musste sich wohl die Bäume erst mal aussuchen?

Dieser Ungenauigkeit kann man wohl auch zuschreiben, dass die roten Mini-Schleifen für Fällung und die grünen Mini-Schleifen für Erhalt nicht immer genau an den richtigen Bäumen hängen. Diese Schleifchen hat die Gemeinde angebracht. Das kleine Bild rechts konnten wir uns nicht erklären. Ein Scherz des Gärtners? Eine versuchte Brandstiftung (Kerze!). Oder ein letzter Gruss an den Kurpark?

Der Plan der Abholzungen.

Um zu verdeutlichen, welche Bäume gefällt werden, haben wir diese Bäume auf den Fotos am Ende des Beitrages rot markiert.

Beim Thema „Bäume“ kündigt der Bürgermeister wiederholt an, dass Dutzende von Bäumen in den nächsten Jahren sowieso „weichen“ müssten, weil sie alt seien. Wenn die Behauptung, dass 60 Bäume „schon tot oder krank“ seien, wahr wäre, müsste der Kurpark gesperrt werden. Heutzutage beurteilt man Bäume nicht nur von außen, sondern erstellt eine Ultraschalluntersuchung. Das ist wie bei einer Untersuchung am Menschen. Diese Untersuchung würde auch deutlich weniger kosten als die 17.000 €, die die Gemeinde für juristische Beratung „gegen“ die Bürgerinitiative außerplanmäßig ausgegeben hat, weil sie der kostenlosen, hoch qualifizierten juristischen Beratung des Landkreises nicht traute. Die Bäume, die sich als nicht erhaltungswürdig erweisen, muss man dann aus Sicherheitsgründen fällen. Nicht mehr und nicht weniger.

Auch das beliebte Argument, dass die Bäume teilweise zu eng stehen, zieht hier nicht. Der Kurpark ist keine Baumschule, sondern ein gewachsener Park. Gerade das Unplanbare macht den Reiz diverser Ecken in diesem Kleinod aus.

 baumweg  baumweg
 baumweg  baumweg
 baumweg  baumweg

5. Februar 2024 – Luftbilder.

Heute gibt es statt viel Text mal etwas für das Auge. Hier einige Bilder aus dem Frühling 2023 aus der Luft. Vielen Dank an Malte!

Luftbild mit Kirche Luftbild zum Watt hin
 Luftbild  Luftbild
Luftbild vom Watt her Luftbild vom Watt her
 Luftbild  Luftbild
Luftbild vom Norden her Luftbild vom Norden her
 Luftbild  Luftbild

4. Februar 2024 – Brandschutz.

Wir erläutern hier die Unterschiede zwischen den immer wieder genannten Brandschutzklassen 3 und 4.

Die Brandschutzanforderungen unterscheiden sich nach Gebäudeklassen.

Im Altbau kann die Gebäudeklasse 4, die hier wegen der Fußbodenhöhe über 7,00m entsteht, über eine Abweichung zur Gebäudeklasse 3 werden. Das beschreibt Professor Bartram bereits in seiner gutachterlichen Stellungnahme.

Die Gebäudeklasse 4 fordert über die Materialien F60 (Feuerwiderstand für mindestens 60 Minuten), was insgesamt und insbesondere bei Holzbalkendecken zu umfänglicheren Maßnahmen und Schottungen (Leitungsführung über Schächte und Geschosse aufwändig abschotten) führen würde.

Bei Gebäudeklasse 3 ist F30 gefordert (Feuerwiderstand für mindestens 30 Minuten), was dann neben geringerem Materialeinsatz vor allem den zweiten Fluchtweg (Außentreppe) und die Brandschutzeinhausung des Treppenhauses (erster Fluchtweg) fordert.

Sowohl Gebäudeklasse 4 als auch Gebäudeklasse 3 sind im Altbau brandschutztechnisch umzusetzen. Einfacher und kostengünstiger wird Gebäudeklasse 3.

Bei der Brandschutzklasse 3 wäre nur der dauerhafte Aufenthalt im Dachgeschoß zu Wohnzwecken nicht erlaubt. Man kann es dann aber als Lager nutzen. Dieses Lager wäre mit unserem vorgeschlagenem Fahrstuhl auch einfach zu erreichen. An das 3. Geschoß kann im Brandfall „angeleitert“ werden.


Seite zum Deich mit Hochwasserlinie
Seite zum Deich mit Hochwasserlinie

3. Februar 2024 – Hochwasserschutz

Die Gemeinde behauptet, dass das „Haus des Gastes“ nicht gegen Hochwasser zu schützen sei. Das trifft nicht zu. Das Haus kann natürlich nicht auf eine Warft gestellt werden, wie der Neubau. Das kann man mit den vielen anderen Friesenhäusern hinter dem Deich auch nicht.

Man muss nur den markierten Teil im Foto abdichten. Dieser Teil ist der Keller des Hauses. Im Erdgeschoss besteht keine Flutgefahr. Zunächst kann man die Fenster einfach zumauern. Zur Beleuchtung im Keller gibt es Licht! Der Eingang zur Toilette wird auf die Vorderseite verlegt und ist somit auch sicher.

Der eigentliche Hochwasserschutz der Kellerwände kann mit Abdichtung und Ertüchtigung der Kellerwände erzielt werden. Bei der Kellerabdichtung wird Kiesol eingespritzt in die Bestandswände, Horizontalsperren von unten und oben eingebracht, wenn möglich auch von außen abgedichtet und an den Innenwänden eine Sulfatex-Schlämme aufgebracht plus diffusionsoffenen Sanierputz je nach Salzbelastung, die Kehlen werden speziell zusätzlich z.B. mit Asphaltestrich abgedichtet und bituminös abgeklebt. Zur Dämmung von innen können Kalziumsilikatplatten oder auch andere Dämmplatten angebracht werden. Die sanitären Anlagen sind auch mit Rückstauklappen gegen Wasser von außen abzudichten.

Wie man sieht: Es ist kein Problem das Haus hochwassersicher zu gestalten.


Fällplan der Gemeinde
Ausschnitt aus dem Fällplan der Gemeinde

2. Februar 2024 – So groß wird die bebaute Fläche vom Neubau.

Wir haben uns vor einigen Tagen am späten Sonntag Nachmittag zum „Haus des Gastes“ begeben, weil wir eine kleine Aktion vor hatten, bei der wir ansonsten sicher vom Grundstück vertrieben worden wären.

Wir wollten einmal in der Realität zeigen, wie groß die bebaute Fläche vom geplanten Neubau der Gemeinde im Vergleich zum „Haus des Gastes“ sein wird. Dazu haben wir uns den Fällplan der Gemeinde Amrum von ihrer Internetseite genommen und den Ausschnitt um das Haus herausgeschnitten und im Kontrast angehoben. Die rote Umrandung ist das bisherige „Haus des Gastes“ mit seinen Anbauten. Das graue Gebiet ist der Neubau mitsamt der versiegelten Terrassen.

In der Werkstatt fand sich noch eine Rolle Flatterband und wir haben zu viert den Umriss auf den Boden mit Flatterband anhand des Planes ausgelegt. Dabei reichte das ganze Flatterband nicht. Wir mussten es in 3 Etappen verlegen. Dabei haben wir das dann fotografiert.

Wir denken, dass die Fotos die wahnsinnige erdrückende Grösse dieses angeblich einschmiegenden Baus viel besser als ein Plan zeigen.

Wer einen Wähler oder Wählerin kennt, die kein Internet haben, zeigen Sie ihnen diese Bilder. Dafür kann man doch nicht sein Kreuz bei der Wahl machen!

Wie viel kleiner (und schöner!) ist doch dagegen das alte „Haus des Gastes“!


Fällplan der Gemeinde
Berechnungen bei gleichen Förderungen und gleichen Abzahlungsraten

1. Februar 2024 – Berechnungen.

Uns wurde ja auf der Podiumsdiskussion und in der shz Berichterstattung vorgeworfen, dass wir keine Finanzierung vorweisen können.

Laut Gesetz dürfen wir keine Finanzierung vorlegen. Ein Finanzierungsplan ist für uns als Außenstehende auch schwer durchzuführen. Wir haben weder genauen Einblick in die Finanzen der Gemeinde, noch verfügen wir über nicht gedrucktes Hintergrundwissen und Beziehungen zu Behörden. Die Gemeinde hat auch noch keinen Finanzierungsplan vorgestellt. Jedenfalls hat sie keinen derartigen Plan online gestellt.

Dennoch haben wir es einmal probiert. Mit einer Tabellenkalkulation und dem Wissen über Finanzen aus seinem privaten Betrieb hat sich Jost Jahn einmal daran versucht.

Die Basisfakten sind zwei unterschiedliche Kostenschätzungen der Gemeinde und unserer Bürgerinitiative, die Sie auch im Wählerbrief beigefügt finden (als reine Zahlen). Hier können Sie auch die die Hintergründe der Berechnungsweisen finden.

Kernpunkt ist, dass die Schätzung für den Neubau von unserer Seite höher als von der Seite der Gemeinde ist und die Schätzung der Sanierung von uns niedriger ausfällt als die der Gemeinde.

Nun könnte man denken, dann ist ja klar, was teurer ist. Allerdings wird es unterschiedlich finanziert. Die Gemeinde muß ihren Kredit ziemlich komplett in Einem aufnehmen, wenn es losgeht, bzw. max. in der Bauzeit von 1-2 Jahren. Bei einer festen Abzahlungsrate wird daher aber zunächst kaum getilgt und viele Zinsen gezahlt. Bei unserem Vorschlag (in Bauabschnitten) wird jeweils ein deutlich kleinerer Kredit benötigt, der dann bei gleicher Abzahlungsrate kaum Zinsen kostet, aber schnell tilgt. Daher akkumuliert sich der Schuldenstand dort langsamer und erreicht keine schwindelerregenden Höhen, wie beim Vorgehen der Gemeinde bei der Neubauplanung.

Wir gehen von einer leicht höheren Kostenexplosion beim Neubau aus, da dort nur neue Baustoffe verwendet werden. Bei der Sanierung werden weniger neue Baustoffe verwendet.

Wir nehmen an, dass der Kredit der Gemeinde ab 2025 genommen werden muss und die Mehrkosten etwa 1 Jahr später gezahlt werden müssen, wenn die ersten Rechnungen kommen. Denn die Förderungssumme wird nicht als Prozent der Rechnung ausgezahlt, sondern als Prozentteil der Planung zum Zeitpunkt der Förderungszusagen. Sämtliche Mehrkosten zahlt dann die Gemeinde. Bei unserer Lösung mit kurzen, planbaren Bauabschnitten wird die Rechnung zeitnah zur Förderung bezahlt, und daher fällt dieser Teil sehr gering aus.

Der Zinssatz des Kredites wird (wie üblich) gering über der Inflationsrate angenommen. Die Zahlungen für Tilgung und Zinsen werden inflationsbereinigt auf 2024 gerechnet, da diese ansonsten bei der Gemeindelösung schwindelerregende Höhen von 15 Millionen  Euro und mehr erreichen würden. Da durch die Inflation jeder Kredit bei gleicher Zahlungsrate für den Gemeindehaushalt günstiger wird, ist diese Berechnung nur fair. Wir wollen die Gemeinde da nicht unnötig schlecht dastehen lassen.

Dennoch wird bei unserer Lösung das bezahlte Geld im auf 2024 inflationsbereinigten Wert um 2 Millionen Euro niedriger ausfallen. Der Zinsanteil daran liegt bei unserem Vorschlag deutlich unter 50 %, beim Gemeindevorschlag deutlich über 50 %:

Vorhaben Kreditdienst Tilgung und Zinsen (Wert 2024) Abbezahlt Zinsen (Wert 2024) Zinsanteil
Neubau nach den Gemeindezahlen 12.950.000 € 7.649.989 € 2062 4.113.747 €54%
Neubau nach unseren Zahlen 15.750.000 € 8.442.933 € 2070 5.159.820 €61%
Sanierung nach den Gemeindezahlen 10.150.000 € 6.843.558 € 2053 2.604.162 €38%
Sanierung nach unseren Zahlen 6.650.000 € 5.126.185 € 2043 1.234.358 € 24%

Bei dem geplanten Neubau der Gemeinde muss übrigens immer ein Kreditdienst von mindestens 350.000 € jedes Jahr geleistet werden, darunter kann der Neubau gar nicht finanziert werden!

Wenn man mit realistischen Annahmen rechnet, ist unsere Lösung selbst nach den Zahlen der Gemeinde immer günstiger und in weniger Jahren zu realisieren!

Dazu kommt bei unserer Lösung die Option, dass Stiftungen und evtl. Crowdfunding etwas dazu bezahlen, was beim geplanten Neubau der Gemeinde sicher nie der Fall sein wird.

Wir behaupten aber nicht etwas, sondern geben Ihnen auch unsere Berechnungsgrundlagen. In der beigefügten Excel Tabelle ist das in Zahlen gefasst worden, mit der interessierte Leser/innen gerne selber experimentieren können.

Die Gemeinde hat vermutlich so eine Extrapolation noch gar nicht erstellt. Wir wären aber froh, wenn dem so wäre und wir uns austauschen können.

Mit gleichen Ausgangswerten sind wir mit unserem Vorschlag immer günstiger, auch wenn wir die ungünstigen Zahlen der Gemeinde für die Bürgerentscheide nehmen! Das zeigt die anklickbare Grafik am Anfang diese Beitrages mit dem aktuellen Schuldenstand im jeweiligen Jahr.

Was bei Sanierung und Neubau schlecht vorhersehbar ist, ist die Inflation und ein neuer Zinssatz nach Ablauf der Zinsbindung. Da unsere Lösung aber 10 - 20 Jahre schneller abbezahlt ist, trifft das Problem eines Anschlusskredites bei einer Sanierung nicht so stark.

Wir haben auch die Forderung gehört, dass wir bei unserem Vorschlag mögliche Teuerungen selber privat bezahlen sollen. Davon abgesehen, dass nach dem Bürgerentscheid die Gemeinde per Gesetz alleinig zuständig ist, würde niemand auf die Idee kommen, dass die Gemeindevertreter für Teuerungen privat zahlen sollten.

Natürlich ist diese Betrachtung keine finanztechnische Abhandlung, aber mit der Excel-Tabelle kann das jeder nachvollziehen und die Zahlen ändern, aber auch gerne weitere Parameter zur Berechnung hinzuziehen. Wir freuen uns auf einen Austausch!


31. Januar 2024 – Fragen von uns an die Gemeinde.

Die Gemeinde hatte online eine lange Liste der Fragen veröffentlicht, die man uns stellen soll. Jetzt sind wir mit Fragen dran. Wir nehmen diese als Anregung an die Wähler/-innen darüber nachzudenken. Wir vertrauen auch darauf, dass jeder eigene Fragen an die Gemeindevertretung hat. Übrigens gibt es auch auf dieser privaten Seite ganz viele weitere detaillierte Fragen.

  • Warum behauptete die Gemeinde bis Dezember 2022, dass es ein Gutachten zum „Haus des Gastes“ gebe, wohl wissend, dass ein solches Gutachten nicht existierte?
  • Warum ist in der Begründung zum Entwurf für den Bebauungsplan 19 ( Haus des Gastes) vom April 2023 schon wieder von „Studien und Gutachten“ (Mehrzahl!) die Rede, obwohl die Gemeinde nachweislich kein einziges Gutachten zum HdG eingeholt hat?
  • Die Gemeinde setzt bei ihrer Planung gleich vier ihrer eigenen Satzungen außer Kraft, die überall im Dorf gelten, nur nicht für das Kurpark-Grundstück. Ortsgestaltungssatzung, Erhaltungssatzung. Baumschutzsatzung und das Bauverbot des LKN (Landesbetrieb für Künsten- und Naturschutz). Sollen sich die Nebeler Bürger an die Satzungen halten, aber für die Gemeindevertretung gelten sie nicht?
  • Sind die Gäste im Vorfeld der Neubaupläne zu ihren Wünschen betreff „Haus des Gastes“ befragt worden?
  • Sind die Einwohner im Vorfeld der Neubaupläne zu ihren Wünschen betreff „Haus des Gastes“ befragt worden?
  • Sind die Bäume im Kurpark von Baumexperten mit Ultraschall auf ihre Vitalität hin untersucht worden? Dann gibt es doch sicher einen Untersuchungsbericht, der öffentlich eingesehen werden kann?
  • Das Sanatorium Ide, „Haus des Gastes“ ist öffentliches Eigentum. Wann ist zuletzt in die Pflege des Hauses investiert worden?
  • Hochwasserschutz: der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel bedroht tieferliegende Grundstücke im ganzen Nebeler Ortskern. Es muss sicherlich ein Deich gebaut werden. Was plant die Gemeinde diesbezüglich?
  • Warum wurden die Schäden durch eindringendes Wasser und andere Schäden im „Haus des Gastes“ nicht längst abgestellt, obwohl die Gemeinde doch zum Erhalt öffentlicher Bauten verpflichtet ist?
  • Warum hat das neue Gebäude keinen Fahrstuhl in den Keller, obwohl Barrierefreiheit dafür gepriesen wird.
  • Die Naturschutzbehörde der Landkreises hat im Juni 2023 auf die Lebensgefahr für Vögel durch große Glasflächen hingewiesen. Warum hält die Gemeinde an den Neubauplänen unverändert fest, obwohl die großen Fenster mit Vorhängen dauerhaft geschlossen werden müssten?
  • Warum hält die Gemeinde an einem Flachbau fest, obwohl die Umweltbehörde des Landkreises im Juni 2023 die fehlende Nachhaltigkeit im Umgang mit Flächen und Bäumen bemängelt und festgestellt hat, daß die Bedürfnisse der Gemeinde auch mit einem zweistöckigen Gebäude erreicht werden können?
  • Warum hält sich die Gemeinde nicht an die Empfehlung des Bundes deutscher Archtekten (BDA), aus Nachhaltigkeitsgründen bezüglich der grauen Energie im Bestand zu bauen, anstelle von Abriss und Neubau?
  • Gibt es irgendwelche festen Zusagen für Zuschüsse?
  • Wie hoch werden die Extrakosten geplant für Preiserhöhungen nach der Förderungszusage, da ja die Förderungszusage ein Festbetrag ist, der prozentual zum Zeitpunkt der Zusage berechnet wird.?
  • Warum hat sich die Gemeindevertretung für 17.000 € (aus Steuergeldern!) von Anwälten zum Bürgerbegehren beraten lassen, obwohl in der Kommunalaufsicht ein hochqualifizierter Jurist zur kostenlosen Beratung zur Verfügung steht?
  • 2013 war bei der Sanierung mit 5,6 Mio. € das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Neubau steht jetzt geschätzt mit den Kostenexplosionen am Bau bei 12 bis 15 Mio. Warum glaubt die Gemeindevertretung , dass der Neubau billiger wird als eine Sanierung?
  • Wie schätzt die Gemeinde das Risiko einer Kreditzinsehöhung ein, wenn der erste Zeitraum mit einem festen Zins abgelaufen ist?
  • Die Architektur des Neubaus ist mit ihrem Flachdach und den geringen Dachüberständen nicht für unsere Wetterbedingungen geplant. Hat die Gemeindevertretung zukünftige Reparaturkosten des Neubaus mit eingepreist?
  • Ab welcher Summe würde die Gemeindevertretung entscheiden, dass der Neubau zu teuer ist?
  • Ist der Gemeindevertretung bewusst, dass, wenn das „Haus des Gastes“ abgerissen wird und ihr anschließend das Geld ausgeht, das Dorf überhaupt kein „Haus des Gastes“ mehr hat?
  • Hat die Gemeindevertretung die alljährlichen Unterbringungskosten für DLRG und Polizei im Sommer als „Ewigkeitsposten“ in die Kostenberechnungen mit einbezogen?
  • Hat die Gemeindevertretung die Extrakosten für einen Anbau an die Feuerwehr berücksichtigt, in dem die DLRG untergebracht werden soll?
  • Hat die Gemeindevertretung die Extrakosten für die Ertüchtigung der Zufahrtsstrasse für die Baufahrzeuge mit schweren Materialen (Beton etc.) berücksichtigt?
  • Wieviele Tonnen Beton werden für die weiße Wanne benötigt? Nächstes Betonwerk? Wie soll die Logistik bewerkstelligt werden? Die Fähren fahren doch so selten, dass zu befürchten ist, dass die Kette unterbrochen wird, der Beton inzwischen abbindet und nicht in einem Stück gegossen werden kann?
  • Welche Belastung kommt auf die Bevölkerung zu, wenn Hunderte von Betonmischern gleichzeitig das Dorf verstopfen?
  • Hat die Gemeindevertretung einen Posten für die Reparatur der Strassenschäden durch die schweren LKWs angesetzt?
  • Der Parkplatz wird ja als Baustofflager eingerichtet werden müssen, wo sollen dann die großen Fahrzeuge wenden?
  • Wieviele Container voll Bauschutt fallen beim Abriss des „Haus des Gastes“ an, und wieviel Geld wird deren Trennung und Entsorgung per Container, Lastwagen und Fähre insgesamt kosten? Ist das in der Kostenschätzung der Gemiendevertretung enthalten?

30. Januar 2024 – Fragen der Gemeinde an uns.

Die Gemeinde hat online eine lange Liste der Fragen veröffentlicht, die man uns stellen soll. Soviel zum mündigen Wähler, den die Gemeindevertretung öfters zitiert. Man könnte es auch „betreutes Fragen“ nennen.

Eigentlich sind diese Fragen auf dieser Webseite schon erschöpfend beantwortet. Wir helfen aber gerne und beantworten diese Fragen hier also noch einmal. Leider werden die Fragen in den Themenblöcken nur umformuliert, so dass das Lesen der Fragen und Antworten etwas langweilt. Morgen folgen die Fragen von uns an die Gemeinde.

  • 1. Funktionalität und Mehrwert

    • Frage 1.1: Welche konkreten Funktionen bietet die Alternativlösung des Bürgerbegehrens im Vergleich zum detaillierten Funktionsangebot des Gemeindeentwurfs und welche Funktionen finden keinen Platz mehr?
    • Antwort 1.1: Der Kompromissvorschlag von „Bertzbach Architekten“ zeigte, dass in den jetzigen Räumlichkeiten mehr Funktionen auf weniger Raum möglich sind. Die Gemeinde kann sich nach der Entscheidung der Bürger für eine Sanierung gerne Anregungen von diesem Entwurf holen und erhält so ein erweitertes Funktionsangebot mit mehr Funktionen als in ihrem Neubauvorschlag.
       
    • Frage 1.2: Wie plant man, die fehlenden Funktionen der Alternativlösung zu kompensieren, insbesondere in Bezug auf die vielfältigen Angebote und Möglichkeiten, die der Gemeindeentwurf bietet?
    • Antwort 1.2: Die Frage setzt die falsche Behauptung der „fehlenden Funktionen“ in die Welt. Eine beliebte Fragemethode. Wir verweisen gerne auf die obige Antwort 1.1, die diese Frage ebenfalls beantwortet.
       
    • Frage 1.3: Welche Kompensationsmaßnahmen schlägt das Bürgerbegehren vor, um die Unterschiede in der Funktionalität auszugleichen, die nicht berücksichtigt wurden und wie hoch fallen die tatsächlichen Kosten dafür aus?
    • Antwort 1.3: Auch diese Frage setzt Falsches voraus. Zur Wiederholung: Die Funktionalität ist bei unserem Vorschlag grösser als bei dem Entwurf der Gemeinde. Siehe Antwort 1.1.
       
    • Frage 1.4: Das Raumkonzept des Neubauentwurfs der Gemeinde beruht aus Nachhaltigkeitsgründen insbesondere auf einer flexiblen Nutzungsmöglichkeit der Räume, die sich den mit der Zeit wechselnden Bedürfnissen und Anforderungen anpassen können. Inwiefern berücksichtigt das Bürgerbegehren die langfristigen Bedürfnisse und Entwicklungen der Gemeinde im Vergleich zu dieser zukunftsorientierten Planung der Gemeinde?
    • Antwort 1.3: Auch bei der Gemeindelösung wird man keine festen Wände verschieben können. Bei dem Vorschlag der Bürgerinitiative kann der Vortragsraum flexibel geändert werden. Und der Vortragsraum enthält auch eine Bühne, Bei der Gemeindelösung existiert zwar eine flexible Bühne, aber diese wird sicher nicht immer aufgrund des Aufwandes aufgebaut werden, so dass der bodennahe Teil einer Vorführung nur für die erste Reihe sichtbar ist. Die Räumlichkeiten sind wie bei der Gemeindelösung flexibel zu nutzen. Durch mehr kleinere Räume hat man mehr und vielfältigere Nutzungsoptionen auch für kleinere Veranstaltungen. Da bei unserem Vorschlag nicht alles offen und zugig gestaltet ist wie beim Vorschlag der Gemeinde, gibt es auch mehr Rückzugsmöglichkeiten und mehr Gemütlichkeit. Ansonsten siehe Antwort 1.1.
       
  • 2. Denkmalschutz und kulturelles Erbe

    • Frage 2.1: Bekanntermaßen war es ursprünglich das Bestreben der Gemeinde, den Altbau zu erhalten, die Anbauten der 60er-Jahre zu entfernen und durch einen Pavillon-Neubau zu ergänzen, was sich nach entsprechend vertiefter Planung jedoch wirtschaftlich als nicht tragbar erwiesen hat. Worin konkret unterscheidet sich der heutige Entwurf der Bürgerinitiative vom damaligen Entwurf der Gemeinde?
    • Antwort 2.1: Der Vorschlag der Bürgerinitiative sieht keinen Ausbau des Daches vor und keinen Extra Pavillon. Der Anbau kann auf den Grundmauern der 60er-Jahre Anbauten neu errichtet werden. Gerade in den letzten Jahren haben sich die Kosten für einen Neubau deutlich schneller entwickelt als für eine Sanierung. Bei einem einstöckigen Flachbau der Gemeindeplanung ist zudem das Verhältnis vom umbauten Raum zur Menge des Baumaterials ungünstiger als bei einem zweistöckigem Anbau.
       
    • Frage 2.2: Man stellt bei dem Bürgerbegehren zum Erhalt des Gebäudes heraus, dass es sich dabei um ein besonders schützenswertes Kulturgut handele. Wie bewerten Sie die Aussage des Denkmalamts, dass die Bestandsvilla nicht denkmalgeschützt ist und nicht denkmalwürdig ist im Vergleich beispielsweise zur St.-Clemens-Kirche?
    • Antwort 2.2: Neben der Kirche, der beiden Mühlen, den beiden Wällen, sowie dem Kapitänshaus und dem Öömrang Hüs ist kein Friesenhaus unter Denkmalschutz. Dennoch reisst man diese nicht einfach ab, da sie zum Ortsbild gehören.
       
    • Frage 2.3: Könnten Sie konkrete Punkte nennen, die die Villa zu einem kulturellen Erbe machen, das über den Denkmalschutz hinausgeht?
    • Antwort 2.3: Wie bei Antwort 2.2 beschrieben die Bäderkultur, sowie das Ortsbild. Mehr bei Antwort 2.2.
       
    • Frage 2.4 : Angesichts der Aussagen des Denkmalamts zur Nichtdenkmalschutzwürdigkeit der Villa, wie rechtfertigt das Bürgerbegehren den Wunsch nach dem Erhalt der Villa?
    • Antwort 2.4: Nur weil ein Haus nicht unter Denkmalschutz steht, entfällt damit nicht die Schutzwürdigkeit. Anders herum wäre es wichtig, dass sich die Gemeinde aktiv um den Schutz als Denkmal bemühlt! Weiteres wurde schon in Antwort 2.2 und Antwort 2.3 beantwortet.
       
  • 3. Barrierefreiheit

    • Frage 3.1: Wie planen Sie, die für öffentliche Bauten zwingend vorgeschriebene Barrierefreiheit in der Bestandsvilla herzustellen, insbesondere in Räumen, in denen dies aufgrund von architektonischen Einschränkungen schwierig sein könnte wie z. B. in den Obergeschossen bzw. den Toiletten im Untergeschoss?
    • Antwort 3.1: Wir zitieren aus dem 2. Flyer der Gemeinde Nebel: „Die Gemeinde Nebel hat im Jahr 2012 bekanntlich ein [...] Sanierungsvorhaben (inklusive Neubauteil) [...] nach intensiven und komplexen (Fach-)Planungen und politischen Beratungen aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Das damalige durchgeplante Bauvorhaben berücksichtigte Brandschutz, Barrierefreiheit, energetische Konzeption und ein neues Raum- und Nutzungskonzept. Dadurch konnte eine Förderfähigkeit auch energetischer Maßnahmen erreicht werden.“. Daher die Antwort: So wie die Gemeinde es sich damals vorgestellt hat, hat es die Anforderungen erfüllt! Also ist die Barrierefreiheit machbar. D.h. ein Fahrstuhl vom Keller bis zum Obergeschoss und die Überwindung der Stufe im Erdgeschoß durch einen Podestlift.
       
    • Frage 3.2: Wie beabsichtigt das Bürgerbegehren, die Barrierefreiheit in allen Räumen sicherzustellen, insbesondere angesichts der Herausforderungen, die bei der Sanierung der Bestandsvilla auftreten würden?
    • Antwort 3.2: Die Frage wiederholt die Frage 3.1. Die Antwort findet sich also auch in Antwort 3.1.
       
  • 4. Energetische Sanierung

    • Frage 4.1: Welche Lösungen sehen Sie für die Herausforderungen bei der Innendämmung der Villa, die aufgrund von bauphysikalischen Anforderungen, Nutzflächenverlust und funktionalen Beeinträchtigungen wie z. B. im Treppenhaus entstehen könnten?
    • Antwort 4.1: Wir verweisen wieder auf die Antwort 3.1. Die Gemeinde hat die Probleme schon im Jahre 2013 gelöst und kann sich aus den dortigen Planungen die Anregungen holen. Im Übrigen ist die Bürgerinitiative auch gar nicht gefordert, detaillierte Pläne auszuarbeiten. Das kann und muß sie auch gar nicht, zumal ihr der dauerhafte Zugang zu den Räumen verwehrt wurde. Das ist Sache der Gemeindevertretung, die sich mit einem Bürgerentscheid zu Gunsten der Sanierung darum erneut kümmern kann. Das sollte nach der erfolgreich fertiggestellten Planung von 2013 kein Problem darstellen. Beim Treppenhaus können Experten der Denkmalpflege beraten.
       
    • Frage 4.2: Welcher energetische Standard wird durch die Bürgerinitiative angestrebt?
    • Antwort 4.2: Der Standard, den die gesetzlichen Vorgaben fordern, genau wie beim Neubau der Gemeinde. Die genaue Ausführung obliegt dann der Gemeinde. Sie hat es 2013 ja schon einmal geplant (siehe Antwort 3.1).
       
  • 5. Brandschutz

    • Frage 5.1: Herr Prof. Bartram weist in seinem Schreiben darauf hin, dass das bestehende Gebäude derzeit der Gebäudeklasse 4 in Bezug auf den Brandschutz zugeordnet ist und eine aufwändige und umfangreiche Sanierung erforderlich wäre, um die Anforderungen dieser Klasse zu erfüllen. Er schlägt vor, durch eine Umgestaltung die Gebäudeklasse auf 3 herabzustufen, um den Brandschutz zu erleichtern, jedoch wird dies die Nutzbarkeit der Räumlichkeiten erheblich einschränken. Welche Umgestaltung sieht die Bürgerinitiative diesbezüglich vor und welche Nutzungsmöglichkeit ist dann eingeschränkt?
    • Antwort 5.1: Zunächst ist die gutachterliche Stellungnahme von Prof. Bartram und Partner falsch zitiert. Es heißt dort „ist nicht einfach, aber möglich“. Außerdem sagt Prof. Bartram, dass die Nutzung nur im Dachgeschoß eingeschränkt ist, also keinesfalls „erheblich“ wie die Gemeinde behauptet.
      Wie im Kompromissvorschlag von „Bertzbach Architekten“ gezeigt wurde, ist mit einer Brandschutzverglasung des Treppenhauses und geeigneten Fluchtwegen auch die Brandschutzklasse 3 möglich. Bei der Brandschutzklasse 3 wäre nur der dauerhafte Aufenthalt im Dachgeschoß zu Wohnzwecken nicht erlaubt. Dann kann man diese Stockwerke z. B. als Lager etc. nutzen. An das 3. Geschoß kann im Brandfall „angeleitert“ werden. Die genaue Ausführung, ob Brandschutzklasse 3 oder 4 obliegt dann wieder der Gemeinde, da nach einem erfolgreichen Bürgerentscheid für den Erhalt der Villa die Bürgerinitiative keine Rechte mehr hat. Wir werden natürlich gerne die Gemeinde beraten, wenn sie Hilfe benötigt.
       
  • 6. Hochwasserschutz und Risikomanagement

    Bevor wir auf diese Fragen eingehen, empfiehlt sich der Blick in den Fachplan Küstenschutz Amrum. Der Deich in Nebel wurde ja vor einiger Zeit erhöht. Vermutlich (genau ließ, sich das nicht herausfinden) hat er jetzt die in dem Fachplan von 2015 geforderte Höhe von 5,65 m über NHN. Unter Punkt 5.1 in der Abwägungstabelle zum Bebauungsplan 19 fordert der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN): „Für das zu errichtende Gebäude sind im Bebauungsplan Mindesthöhen der Oberkante des Rohfußbodens des Erdgeschosses von NHN + 5,10 m für Räume, die für den dauerhaften Aufenthalt von Personen bestimmt sind (Nutzung zu Wohnzwecken). Für Räume, die nicht dem dauerhaften Aufenthalt von Personen bestimmt sind, ist die Mindesthöhe auf NHN + 4,60 m festgesetzt.“. Damit sind die Gebäude nicht ganz bis Deichhöhe zu schützen.

    • Frage 6.1: Wie beabsichtigen Sie, das Hochwasserrisiko in Bezug auf die Bestandsvilla zu minimieren, insbesondere da dies im aktuellen Zustand nicht gewährleistet ist?
    • Antwort 6.1: Der Hochwasserschutz wird durch den Deich erreicht. Die Abdichtung der Wände ist mit Einspritzverfahren u.a. Maßnahmen erzielbar, wie „Bertzbach Architekten“ es beschrieben. Die Fenster im Keller können geschlossen werden. Sollte man beim Anbau auf die Grundmauern der abgerissen Anbauten aus den 60er Jahren zurückgreifen, hat man auch Bestandsschutz. All die anderen Häuser, die hinter dem Deich liegen, muß und kann man auch nicht erhöhen.
       
    • Frage 6.2: Können Sie auf mögliche Konsequenzen eingehen, die durch fehlenden Hochwasserschutz entstehen könnten?
    • Antwort 6.2: Wenn der Deich überläuft, hat nicht nur Nebel, sondern Amrum und die ganze Küste Probleme. Ansonsten gilt Antwort 6.1.
       
    • Frage 6.3: Wie bewertet das Bürgerbegehren das Risiko von Hochwasserschäden und anderen Katastrophen, die aufgrund des fehlenden Hochwasserschutzes im aktuellen Zustand der Villa auftreten könnten?
    • Antwort 6.3: Wir verweisen auf die Antworten 6.1 und 6.2. Die Gemeinde sollte sich zur Sicherung aller Gebäude hinter dem Deich lieber Gedanken um die Funktionsfähigkeit der selbst erstellten Deiche machen oder – wie das LKN vorschlägt – einen richtigen Deich bauen.
       
    • Frage 6.4: Welche Sicherheitsmaßnahmen schlägt das Bürgerbegehren vor, um diese Risiken zu minimieren, und wie vergleichen sie sich mit den geplanten Maßnahmen der Gemeinde?
    • Antwort 6.4: Wenn man neben dem Deich steht, seiht man, dass die Oberkante des Rohfußbodens etwa 20 cm über der Deichkante liegt, also nach Abdichtung ist das Haus absolut flutsicher. Man lese ansonsten nochmals die Antworten 6.1 bis 6.3 und das Vorwort zu diesem Abschnitt durch. Es sind die gleichen Maßnahmen wie beim Neubau der Gemeinde. Man muß da keinen Gegensatz aufbauen. Wir wollen alle sicher hinter dem Deich leben.
       
  • 7. Kosten und Finanzierung

    • Frage 7.1: Die bislang aufgeworfenen Fragen beinhalten neben den jeweiligen technischen Aspekten selbstverständlich auch monetäre Aspekte. Inwieweit sind die durch Sie vorgeschlagenen Lösungen in Bezug auf Brandschutz, energetische Sanierung, Herstellung der Barrierefreiheit im Altbau, Sicherstellung des Hochwasserschutzes, Umsetzung des Funktionsprogrammes etc. in den von Ihnen benannten Kosten bereits berücksichtigt?
    • Antwort 7.1: Diese Kosten sind alle berücksichtigt.
       
    • Frage 7.2: Inwiefern ist die unterschiedliche Kostenvarianz der vorvertragliche Kostenermittlung Ihrer Variante, die mangels Planungstiefe einen Spielraum von 40 % plus minus aufweist, im Vergleich zur Kostenberechnung im Entwurfsstand der Gemeinde mit nur noch 10 % Kostenvarianz in Ihrer Kostengegenüberstellung berücksichtigt?
    • Antwort 7.2: Die Kostenvarianz kann auch 40 % günstiger ausfallen. Da die Kostenberechnung der Gemeinde mit einer höheren Planungstiefe geringer ausfällt als unsere Planung mit geringerer Planungstiefe, gibt es auch keinen triftigen Grund, warum die Kosten des Vorschlages der Bürgerintiative nicht auch günstiger ausfallen sollten, wenn man die Planungstiefe erhöht.
       
    • Frage 7.3: Für die Finanzierung der Maßnahme – egal ob Erhalt oder Neubau – ist der Einsatz von Fördermitteln in nicht unerheblichem Umfang erforderlich. Die Sanierung des Altbaus ist nicht förderfähig. Welche Finanzierung ist für diesen Anteil von Ihnen vorgesehen und wie beabsichtigen Sie, die zusätzlichen Kosten zu decken, die durch mögliche Unsicherheiten bei der Kostenschätzung entstehen könnten?
    • Antwort 7.3: Natürlich ist die Sanierung des Altbaus auch förderfähig, wie bei der Planung von 2013. Es gibt für alle möglichen Maßnahmen Förderungen, und der Landkreis hat dafür extra „Förderscouts“. Außerdem haben Stiftungen erhebliche Mittel in Aussicht gestellt, wenn der Bau saniert wird. Dazu kann man Spenden einwerben. Ein wenig Kreativität täte der Gemeinde bei der Mittelbeschaffung gut. Außerdem ist es nicht die Aufgabe einer Bürgerinitiative einen Finanzplan aufzustellen. Das darf und kann sie gar nicht.
       
    • Frage 7.4: Ist der Bürgerinitiative bewusst, dass bei fehlender Finanzierung auch die Variante „Erhalt“ nicht umsetzbar ist und damit die Gefahr besteht, dass es zukünftig kein „Haus des Gastes“ in Nebel mehr geben wird?
    • Antwort 7.4: Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wenn die Gemeinde die Villa abreißt und dann kein Geld mehr da ist, hat die Gemeinde wirklich kein „Haus des Gastes“ mehr. Bei unserer preiswerten Lösung kann man auch schrittweise die Sanierung in Angriff nehmen (auch dafür gibt es Fördermittel). Besonders wenn sich die Gemeinde darum bemühen würde, Denkmalschutz zu beantragen, könnten weitere Fördermittel und steuerliche Erleichterungen die Sanierung finanzieren. Zudem bekäme sie kostenlose Fachberatung vom Denkmalamt für eine denkmalgerechte Sanierung zu einem neuen Schmuckstück für die Gemeinde. Würde das dennoch scheitern, so hätte die Gemeinde immer noch das alte „Haus des Gastes“ und könnte die Vernachlässigung der Villa endlich einstellen.
Beispiel Schild
Beispiel Facebook Beitrag

29. Januar 2024 – Wie benutze und lese ich richtig Facebook.

Ich denke, fast alle die hier lesen und bei Facebook sind, wissen, wie man die Beiträge dort liest.

Leider wird ein ausgedruckter Screenshot auf Amrum verteilt, der entweder absichtlich oder aus Unwissenheit falsch interpretiert und unter Menschen gebracht wird, die Facebook und das Internet nicht kennen.

Falls Sie auch jemanden kennen, der diesen Screenshot erwähnt, drucken Sie ihm einfach beiliegendes Bild und diesen Text aus, welches nach dem Anklicken erscheint.

Es wird behauptet, dass die Autorin (Liane) für alles darunter inkl. Kommentare verantwortlich zeichnet. Auf diese Idee kann man nur kommen, wenn man böswillig das behauptet oder wirklich im Internet das Neuland sieht. Leider glauben dass aber wohl viele Menschen, die nicht im Internet vertreten sind.

Damit wurde Liane unterstellt für einen negativen Kommentar zu dem Imagefilm und Peter Lückel verantwortlich zu sein.

Dabei hat sich – man kann es eigentlich nicht falsch verstehen – der Autor des Kommentares entschuldigt und diesen gelöscht (ich habe den selber nicht gelesen) und Liane das auch noch mal in einem Kommentar klar gestellt.

Wir wollen keinesfalls verursachen, dass der Imagefilm des Gemeinde Architekten einen Ruf bei jemand Anderem schädigt!

Das Alles nur zur Klarstellung. Wenn jemand diesen gedruckten Screenshot hat, wären wir für ein Foto oder eine Einsichtnahme dankbar.

Beispiel Schild

28. Januar 2024 – Schilderklau.

Schon wieder ist in Nebel Mitte eines unserer Schilder gestohlen worden. Wir finden es sinnfrei, einfallslos und ziemlich dumm, unsere Protestschilder jetzt noch zu stehlen, da der Bürgerentscheid offiziell zugelassen wurde und kurz bevorsteht. Immerhin riskiert der Dieb damit eine Strafanzeige! Es wirft ein weiteres trauriges Schlaglicht auf das Demokratieverständnis, das auf Amrum herrscht.

Der Bürgermeister äußert sich medienwirksam zu rechtsextremen Botschaften auf Aufklebern im Ort (zu Recht, wie wir finden).

Er schweigt jedoch zu den zahlreichen Schildern, die unserer Bürgerinitiative seit Monaten immer wieder gestohlen worden sind – und von denen eines nachweislich im „Haus des Gastes“ übernachtet hat. Jedes Schild hat uns etwa 50 € und viel Zeit gekostet und es sind ca. 30 von 50 Schildern inzwischen verschwunden.

SHZ Artikel 23. Januar 2024
SHZ Artikel 23. Januar 2024 (unscharf aus Urheberrechtsgründen)

27. Januar 2024 – Berichterstattung des Inselboten über die Podiumsdiskussion.

Der Inselbote schickte Frau Jessica Höffner als Redakteurin nach Amrum. Sie hat von uns eine Pressemappe bekommen, uns aber nicht interviewt.

Wir finden ihren Artikel und vor allen Dingen ihren Standpunkt dazu sehr einseitig.

Sie hat offenbar unsere Argumente nicht verstanden.

Als Foto wählte Sie die unansehnliche Ostseite vom „Haus des Gastes “. Dabei erwähnte Sie im Beitrag nicht, dass die Gemeinde seit md. 10 Jahren die Erhaltung einfach nicht durchführt. Ein wenig Farbe und das richtige Anbringen der Buchstaben kann doch nicht so schwer sein.

Im Online Artikel war am Anfang sogar ein Muster-Stimmzettel abgebildet, welcher im Sinne der Gemeinde ausgefüllt war (Screenshot).

Mehrer von uns haben Leserbriefe an die Printausgabe der shz geschrieben, hier und hier. Wir haben auch einen Leserbrief zum Online-Artikel und einen inhaltsgleichen Leserbrief zum „Standpunkt“ der Autorin geschrieben.

AmrumNews dagegen hat diesmal sehr sachlich, ausgewogen und unparteiisch berichtet. Vielen Dank dafür.

Blick in den Saal bei der Podiumsdiskussion
Blick auf das Publikum

26. Januar 2024 – So lief die Podiumsdiskussion ab.

Der Ablauf der Podiumsdiskussion wurde mit dem Landkreis Nordfriesland und dem Amt Föhr-Amrum vorher vorbereitet. Das Wort „Diskussion“ beschreibt das Geschehen dabei nicht, denn die Teilnehmer durften Statements von 10 Minuten Dauer abgeben. Danach waren Fragen zugelassen, die von beiden Seiten in max. je 2 Minuten beantwortet wurden. Es gab dann aber keine Reaktionsmöglichkeit auf Behauptungen der Gegenseite, wie bei einer echten Diskussion.

Es waren ca. 100 interessierte Menschen gekommen, davon etwa die Hälfte aus Nebel.

Wir wiederholen hier nicht alle Argumente der beteiligten Parteien, denn diese dürften den meisten Lesern bekannt sein und sind auf unserer Webseite und der Webseite der Gemeinde nachzulesen. Wir hatten auch den Eindruck, dass die Meinung, wer beim Bürgerentscheid gewinnen sollte, bei vielen Anwesenden schon fest stand. Das ist nach einer so langen Zeit auch verständlich.

Wir schildern hier, wie wir die Podiumsdiskussion erlebt haben.

Zeitleiste der Gemeinde
Zeitleiste der Gemeinde

Der Landrat Florian Lorenzen leitete die Podiumsdiskussion, erläuterte die Regeln und warb um Fairness. Er musste aber schon beim ersten Statement eingreifen, da im Publikum Gelächter aufkam. Danach lief die Veranstaltung nach den vereinbarten Regeln ab.

Die Gemeinde präsentierte gleich zu Beginn eine Zeitleiste, die zeigt, wie sie das Projekt selbst verschleppt hat. Nach den Sanierungsbemühungen in den Jahren 2012 - 2013 geschah ganze sechs Jahre von 2014 - 2019 nichts! Damit hat die Gemeindevertretung selbst die Kosten um mindestens 50 % nach oben getrieben, weil sie einfach untätig blieb. Wir entsinnen uns keines Großprojektes, welches die Gemeinde in der Zeit beschäftigt hat. Der Bürgermeister selber sagt dazu „Hätten wir das damals umgesetzt, dann wären wir heute nicht an dieser Stelle gewesen“.

Danach warf er der Bürgerinitiative vor, das Verfahren um ein Jahr verzögert zu haben, „zu spät“ mit dem Bürgerbegehren gekommen zu sein. Die Gründe kann man auf unserer Webseite bei den „Fragen & Antworten“ nachlesen: Alle haben an die angeblichen „Gutachten und Studien“ geglaubt. Der Bürgermeister behauptete dann wieder einmal, dass es niemals Studien und Gutachten gegeben habe, die besagt hätten, dass das Gebäude nicht mehr sanierbar sei. Wir haben das auch nie behauptet. Aber in der Begründung zum Entwurf des Bebauungsplan Nr. 19 (Haus des Gastes) vom 06. April 2023 heißt es immer noch: „Nach intensiven Bemühungen zum Erhalt des bestehenden Gebäudes mittels Studien und Gutachten zur grundständigen Sanierung mit Varianten zum Teilneubau und Renovierung, die jedoch an den zu hohen Kosten gescheitert sind, entschied sich die Gemeinde schließlich für einen Neubau des Hauses des Gastes“. Das haben wir geglaubt. Aber es gibt keine „Studien und Gutachten“ (man beachte den Plural). Wir haben diese mehrfach angefordert, bis es in der Gemeindeversammlung vom 20. Dezember 2022 hieß: „Es gibt kein Gutachten“! In einer Bauausschusssitzung einige Monate danach verkündete der Vorsitzende Martin Drews, dass er Gutachten nicht brauche, sondern lieber einer Handwerkermeinung zuhöre. Handwerkermeinung in Ehren, aber ein Handwerker sieht nur sein Fachgebiet. Ein Gutachter sieht das große Ganze, und daher ist so ein Entschluss ohne ein Gutachten unsinnig, ja unverantwortlich, zumal es um öffentliches Eigentum geht.

Bild des Podiums bei der Podiumsdiskussion
Blick auf das Podium

Unser Experte und Restaurator Bodo Vogel wies in seinem Beitrag auf die Einzigartigkeit des Gebäudes hin. Wenn es abgerissen wird, ist das letzte Gebäude dieser Art endgültig von der Insel verschwunden – und wird auch nie mehr gebaut werden. Er wies auch darauf hin, dass bei einem Neubau aufgrund der Bausumme eine europaweite Ausschreibung nötig wäre. Von einem Neubau würde kein Amrumer Handwerker profitieren. Von einer etappenweisen Sanierung, wie nach unserem Vorschlag, könnten die einheimischen Handwerker profitieren und dabei noch restauratorische Kenntnisse erlangen. Zusätzlich würden die Gewerbesteuereinnahmen auf der Insel bleiben.

Obwohl die Gemeinde – trotz ihrer Pflicht zur Instandhaltung – das Gebäude fast 20 Jahre lang hat verfallen lassen, wirkt das Sanatorium immer noch mit seiner historischen Ansicht und ist nicht vom Einsturz bedroht. Ein Fragesteller wies darauf hin, dass die sechs touristischen Attraktionen der Gemeinde „alt, alt, alt, alt, alt und alt“ seien. Warum die Gemeinde nun das „Haus des Gastes“ als Attraktion einfach abreißen und nicht vermarkten will, wie z.B. die Kirche, das Öömrang Hüs etc., wurde nicht beantwortet.

Die Amrum Touristik bestätigte auf Nachfrage, dass niemals die Gäste speziell zum „Haus des Gastes“ befragt worden sind. Man behauptet einfach, dass die Gäste etwas Neues wollen. Dabei haben über 3.500 Gäste unterschrieben, dass sie das Haus erhalten sehen wollen. Von der Amrum Touristik wurde die Kinderbetreuung genannt, die in zu kleinen Räumen stattfände. Wir haben in unserem Vorschlag genau so viel Kinderbetreungsfläche (60 m2) wie im Vorschlag der Gemeinde.

Blick in das Treppenhaus
Blick in das Treppenhaus

Unsere Expertin und Architektin Suse Bertzbach wies wiederholt darauf hin, dass analog ihrem Kompromissvorschlag in unserem Vorschlag Brandschutz, Barrierefreiheit, energetische Konzeption und ein neues Raum- und Nutzungskonzept enthalten sind, und dass das Raumkonzept dem Gemeindevorschlag sogar überlegen und auch förderfähig ist. Das wurde aber wiederholt durch die Gemeindevertreter ignoriert. Dabei schreibt die Gemeinde in ihrem Flyer selbst: „Das damalige durchgeplante Bauvorhaben berücksichtigte Brandschutz, Barrierefreiheit, energetische Konzeption und ein neues Raum- und Nutzungskonzept. Dadurch konnte eine Förderfähigkeit auch energetischer Maßnahmen erreicht werden“. Die Gemeinde ignoriert also ihre eigenen früheren Aussagen!

Der Bürgermeister betonte, dass das geplante Café die immer weniger werdenden Cafés der Inseln ersetzen soll. Auf den Plänen sieht man eine Sitzecke für etwa 6 Personen. Damit soll ein Café wirtschaftlich betrieben werden? In unserem Entwurf haben wir etwa 20 Sitzplätze für ein mögliches Café.

Beim Thema „Bäume“ drohte der Bürgermeister wieder einmal, dass Dutzende von Bäumen in den nächsten Jahren sowieso „weichen“ müssten, weil sie alt seien. Wenn die Behauptung, dass 60 Bäume „schon tot oder krank“ seien, wahr wäre, müsste der Kurpark gesperrt werden. Heutzutage beurteilt man Bäume nicht nur von außen, sondern erstellt eine Ultraschalluntersuchung. Das ist wie bei einer Untersuchung am Menschen. Dieser Expertenvorschlag wurde von einigen Zuhörern mit Gelächter quittiert. Diese Untersuchung würde auch deutlich weniger kosten als die 17.000 €, die die Gemeinde für juristische Beratung „gegen“ die Bürgerinitiative außerplanmäßig ausgegeben hat, weil sie der kostenlosen, hoch qualifizierten juristischen Beratung des Landkreises nicht traute.

Im übrigen sind alte Bäume ökologisch und klimabezogen ganz besonders wertvoll. Bis ein neugepflanzter Baum die gleiche Menge CO2 binden kann wie ein alter gefällter Baum, vergehen 60 Jahre, 2 Generationen.

Dass die Gemeinde ihre eigenen Unterlagen nicht kennt, zeigte sich bei der Frage, warum die Gemeinde die Vorschläge des Landkreises nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Martin Drews, sagte peinlicherweise, dass er dieses Schreiben nicht kenne und es ihm nicht vorläge. Dabei ist es in den offiziellen Unterlagen enthalten, und natürlich auch in der von der Gemeinde erstellten Abwägungstabelle zum Entwurf Bebauungsplan Nr. 19 (Haus des Gastes) vom 06. April 2023. Wir hatten es auch parat und konnten es vorzeigen.

Blick auf das Dach
Blick auf das Dach

Was soll man dazu sagen? Uns wird oft vorgeworfen, dass wir die Arbeit der Gemeindevertretung schlecht reden. Nur, wie soll man es nennen, wenn der Vorsitzende des Bauausschusses die Stellungnahme des Landkreises nicht kennt? Liest in der Gemeindevertretung niemand die Unterlagen? Lesen hilft! Bei den Hintergründen gibt es wichtige Links dazu!

Den Punkt Hochwasserschutz kann man mit einem Blick neben dem Deich stehend beantworten. Das Landesamt für Küstenschutz sieht vor, dass der Estrich des Erdgeschosses in Höhe des Deiches liegen soll. Das Erdgeschoss vom „Haus des Gastes“ liegt 20 cm höher! Der Keller kann mit diversen modernen Verfahren abgedichtet werden, wie die Architektin Suse Bertzbach ausführte. Gleiches gilt für den Brandschutz, der ohne Probleme in die Klasse 3 eingeordnet werden kann, wenn man die Raumaufteilung entsprechend gestaltet. Für die energetische Versorgung des sanierten „Haus des Gastes“ gilt entsprechend, dass eine nachhaltige Heizung und Dämmung auch im Altbau möglich ist.

Die Gemeindevertretung wies in einem Statement darauf hin, dass Barrierefreiheit und Inklusion die Themen der Zeit seien. Wir fragten daraufhin nach, warum dann kein Fahrstuhl in den Keller des Neubauvorschlages der Gemeinde zu den Umkleideräumen vorgesehen sei, da auch Mitarbeiter/-innen, die Barrierefreiheit benötigen, bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt werden müssen. Die Antwort lautete, dass das eher eine „fiktive Frage“ sei, und dass man dann schon im Erdgeschoss „irgendwo“ einen Raum finden würde. Das zeigt, dass Barrierefreiheit und Inklusion von der Gemeinde nicht berücksichtigt wurde. In unserem Vorschlag wird das ganze Haus vom Keller bis zum Obergeschoss barrierefrei mit einem Fahrstuhl und einem Podestlift erschlossen. Damit können übrigens auch schwere und und unhandliche Dinge in und aus den Lagerräumen des Kellers transportiert werden. Dass es ohne Fahrstuhl schwierig und beschwerlich ist, sieht man gerade im jetzigen Haus des Gastes.

Blick auf das Dach
Eingang des Hauses des Gastes, von der Gemeinde vernachlässigt

Durchgehend wurde immer wieder behauptet, dass die Sanierung teurer wäre als der Neubau und dass wir auch keine Kostenberechnung vorgestellt hätten. Dabei haben wir bei den Kostenschätzungen dazu ausgiebig Stellung genommen. Dort wird auch erläutert, warum die Berechnung der Gemeinde zu einer Sanierung falsch ist, da eine ganz andere Planung als unser Vorschlag angenommen wird. Zudem ist Bauen im Bestand nicht nur preiswerter, sondern wird auch in Zeiten des Klimawandels und aus Nachhaltigkeitsgründen allgemein gefordert, wie z.B. in der Berliner Erklärung (PDF) der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e.V.

Die Gemeinde gab zu, dass durch die Vernichtung der „grauen Energie“ im Haus des Gastes es einige Jahrzehnte dauern würde, bis man durch erhoffte Energiesparmaßnahmen das wieder aufholen könnte. Nur die Erde braucht jetzt keine zusätzliche CO2-Belastung und kann nicht Jahrzehnte warten.

Natürlich gibt es bei Altbausanierungen auch immer Überraschungen, aber dafür wurde bei unserer Kostenschätzung extra ein ausreichender „Puffer“ festgelegt. Auch beim Neubau wird es Überraschungen geben, wie beim Bau der Turnhalle der Schule (Firmen kommen wegen der Insellage doch nicht, Bauteile passen nicht zueinander). Wenn man den Anbau wie in unserem Vorschlag auf den Grundmauern der abgerissenen Anbauten errichtet, hat man dagegen die Neubauproblematik in einem kleineren Umfang.

Kostenschätzung ist ein festgelegter Begriff, in dem über berechnete Quadratmeter und Quadratmeterpreise nach BKI (Bundesbaukostenindex) die Kostenschätzung (!) berechnet (!!) und nicht geschätzt wird.

Wer jetzt eine genaue Zahl von uns wissen will: In der Wahlbenachrichtigung (sollten alle Nebler/innen inzwischen erhalten haben) kann man es nachlesen: 8,3 Millionen für unseren Vorschlag der Sanierung mit Anbau und 10,1 Millionen für den Neubauvorschlag der Gemeinde. Dabei sind noch nicht einmal die Kosten für den Anbau an das Feuerwehrgebäude berücksichtigt, der für Wohnungen der DLRG Kräfte gebaut werden soll (diese befinden sich jetzt im „Haus des Gastes“). Ebenso sind bei der Gemeinde die Kosten der Entsorgung und Ertüchtigung der Zufahrtsstrasse nicht eingepreist. Von der Belastung der Nebler Bevölkerung durch mehr als 1000 schwere LKW-Transporte (und den dadurch verursachten Strassenschäden) ganz abgesehen.

Was die Gemeinde bei der „Förderquote“ immer verschweigt, ist dass die 50 % Zuschüsse auf die Summe zum Zeitpunkt des Antrages auf Förderung berechnet wird. Dieser Antrag wurde noch nicht gestellt. Preissteigerungen danach gehen dann zu Lasten der Gemeinde. Mit einer monatelangen Zeit für die dann nötige europaweite Ausschreibung und Verzögerungen beim Bau kann es dann schnell 2 Jahre und länger bis zur Schlussrechnung der Bauunternehmen dauern. Wenn dann das Geld nicht reicht, und evtl. das „Haus des Gastes“ schon abgerissen ist, hat die Gemeinde gar kein „Haus des Gastes“ mehr, und ein Kulturgut ist vernichtet.

Bei unserem Vorschlag ist immer ein Haus vorhanden, welches in Bauabschnitten saniert wird, wenn die Gemeinde das Geld dafür hat. Das ist dann auch keine „Dauerbaustelle“, sondern nach jedem Bauabschnitt immer ein funktionierendes Haus. Diese Bauabschnitte kann man z.B. in die Herbst- und Winterzeit legen. Die Gemeinde könnte dann das Projekt sogar bei solider Kostenplanung ohne Verschuldung und ohne Zinszahlungen durchführen.

Unser Team
Unser Team

Der Bürgermeister sagte in seinem Schlusswort „Wir werden den Vorschlag der Bürgerinitiative nicht umsetzen können“. Laut Gesetz ist die Gemeinde dazu verpflichtet, in den nächsten 2 Jahren mit der Umsetzung zu beginnen. Nur zu sagen, wir können das nicht, reicht nicht. Wir werden mit der Kommunalaufsicht darauf achten, dass die Gemeindevertretung sich mit der Sanierung beschäftigen wird, wenn unserem Bürgerentscheid zugestimmt wird.

Zum Schluss ein Punkt, der uns betroffen gemacht hat. Einige unserer Unterstützer/-innen saßen im Publikum und bemerkten, dass einige Personen feixten und kleine Kärtchen mit Fragen austauschten. Auf die Frage, ob man auch einige dieser Kärtchen bekommen könne, wurde gesagt, dass diese Kärtchen nur für Mitglieder des Gemeindevertretung wären. Kurz vor Schluss der Veranstaltung wurde dann von einem jungen Gemeinderatsmitglied mit Kärtchen – der sich nicht mit Namen und Funktion vorstellte – die Frage gestellt, ob die Familie Kurfürst die ganze Initiative nur durchführen würde, weil sie als direkte Nachbarn den Baulärm fürchte? Diese Unterstellung hat uns betroffen gemacht. Diese Frage ist doch auch überflüssig, da eine Sanierung genauso Baustelle und Baulärm bedeutet.

Der Vorsitzende des Bauausschusses setzte dem inszenierten Vorfall die Krone auf, indem er Herrn Kurfürst vor dessen Antwort die Sätze „Geben Sie es zu! Geben Sie es zu!“ zurief. Mehrere Personen in der Nähe haben es deutlich gehört.

Es ist umso mehr erstaunlich, da Herr Drews in einer vorbereitenden Zoom-Sitzung davon sprach, dass wir mündige Wählerinnen und Wähler haben. Bevormundet man mündige Wählerinnen und Wähler mit vorbereiteten Fragen?

Die Wählerinnen und Wähler haben nun zu entscheiden.

Wollen sie ein sorgsam restauriertes, einzigartiges historisches Juwel, das letzte Sanatorium, ein Zeitdokument der Seebädergeschichte Amrums, als touristisches Schmuckstück in einem intakten Kurpark zwischen prächtigen alten Bäumen? Immerhin haben über 3.500 Gäste – unsere guten Kunden! –, diesen Wunsch mit ihrer Unterschrift innerhalb weniger Monate bekräftigt.

Oder möchten sie einen austauschbaren, hässlichen Neubau, wie sie seit den 1970er Jahren überall in deutschen Städten gebaut wurden, umgeben von den traurigen Überresten eines gerodeten, aufgeschütteten und für Jahrzehnte ruinierten Kurparks?

Wir wünschen dem wunderschönen Dorf Nebel eine kluge Entscheidung.

Stellungnahme Landkreis.


19. Januar 2024 – Stellungnahmen.

Wir haben uns jetzt mal etwas Zeit genommen, um in Vorbereitung der Podiumsdiskussion unsere digitalen Unterlagen etwas zu sortieren. Sie finden das Ergebnis bei den Hintergründen.

Wir finden besonders interessant die Stellungnahme des Kreises Nordfriesland vom 27. Juni 2023 (PDF) zum Bebauungsplan Nr. 19 (Haus des Gastes) vom 06. April 2023 (PDF).

Das erste interessante Zitat lautet „Dabei sind zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Auch bei Einrichtung eines zweigeschossigen Hauses und einer damit verbundenen deutlichen Verringerung der Versiegelung wäre Barrierefreiheit und eine breitgefächerte Nutzungsmöglichkeit für die Gemeinde gegeben. Eine Notwendigkeit für einen Bungalow wird, insbesondere vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umgangs mit Boden und Bäumen, daher nicht gesehen.

Der Landkreis lehnt also ganz offenbar den Bungalow der Gemeinde ab. Ob sich die Gemeinde darüber hinwegsetzen kann, wissen wir nicht. Macht aber sicher keine gute Stimmung in der Beziehung der Gemeinde Nebel zum Landkreis.

Das zweite interessante Zitat lautet „Die naturschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme der Bäume wird nur mit der entsprechenden gültigen Baugenehmigung umzusetzen sein. Auf eine rechtzeitige und abgestimmte Planung weise ich, auch in Bezug auf die gesetzliche Schutzfrist, daher bereits jetzt hin.“.

Entgegen anderslauternden Gerüchten darf die Gemeinde also offenbar kein „Tabula rasa“ im Kurpark veranstalten, auch wenn sie es als „Pflegemaßnahme“ schönreden will.

Und das dritte Zitat beschreibt genau das, was wir immer wiederholen: „Weiterhin bitte ich zu bedenken, dass gerade wiederkehrende Gäste und Insulaner den natürlichen Charakter um das Haus des Gastes genossen haben und den Park für ruhiges Wandeln nutzten.“.

Weite Stellungnahmen und Informationsmaterial finden Sie bei den Hintergründen.

Der Vergleich der Versiegelung.


18. Januar 2024 – Versiegelung.

Wir haben wohl alle den Imagefilm der Gemeinde gesehen. Bei Youtube häufen sich dort derweil die negativen Kommentare (zur Zeit 31). Die Anzahl der positiven Kommentare (0, in Worten „Null“) ist dagegen zu vernachlässigen.

Warum wirkt der Bau im Video noch hässlicher als auf dem Plan? Nun, man sieht, dass die Idee eingeschossig zu bauen, keine gute Idee ist. Es werden viel mehr Baumaterialien benötigt und der Bau belegt jede Menge Platz. Dazu erdrückt der Vortragssaal die ganze Inneneinrichtung und man fühlt wie ungemütlich es dort drinnen sein wird, ohne die Möglichkeit sich einmal auszuruhen, weil ständig Publikumsverkehr um einen herum ist. Manche Kommentatoren schrieben von „Friedhofshalle“ oder „Abflughalle“.

Damit sich jeder einmal einen Blick von der Fläche machen kann, die das Gebäude belegt, haben wir einen Vergleich zwischen Altbau und Neubau in einem Bild hergestellt (ein Klick auf das Bild vergrössert es). Die Daten des Neubaues kommen direkt von der Seite der Amrum Touristik. Der Altbau belegt ungefähr die Fläche unseres Vorschlages (der Gemeinde obläge dann die Ausführung). Man erkennt auch, wie wuchtig der Gemeinde Neubau im Vergleich zu Kirche wäre. Auf dem Plan der Gemeinde wird das tunlichst ausgespart. Also nichts mit eingeschmiegt und kaum sichtbar, wie es in einem Video der Amrum Touristik hieß.

Unser Flyer zur Wahl.


16. Januar 2024 – Unser Flyer zur Wahl.

Zur entscheidenden Abstimmung um die Zukunft des „Haus des Gastes“ haben wir auf eigene Kosten – ohne den Steuerzahler zu belasten – einen Informationsflyer drucken lassen. Entworfen haben wir den Flyer selber, da wir nicht auf Fachleute der Amrum Touristik zurück greifen können.

Sie können sich den Flyer als PDF herunterladen oder auf das Bild klicken, um ihn zu lesen. Wir werden ihn auch in den nächsten Wochen verteilen, allerdings nicht per Post, da das zu teuer für uns würde. Wir sind dann auch zu einem Gespräch bereit, drängen uns aber nicht auf. Den Flyer können Sie auch bei unseren Kontaktadressen abholen.

Die Gemeinde hat auch einen Flyer zur Wahl herausgebracht auf Kosten der Steuerzahler. Mehr dazu können Sie bei AmrumNews lesen.

Neben den üblichen Halb- und Unwahrheiten über unsere Bürgerinitiative findet sich dort ein interessanter Satz zur ersten Planung der Gemeinde vor dem Beschluß zum Neubau:
Das damalige durchgeplante Bauvorhaben berücksichtigte Brandschutz, Barrierefreiheit, energetische Konzeption und ein neues Raum- und Nutzungskonzept. Dadurch konnte eine Förderfähigkeit auch energetischer Maßnahmen erreicht werden.
Gleichzeitig wird in dem Flyer der Gemeinde aber behauptet, dass das Vorhaben der Bürgerinitiative alle diese Punkte nicht berücksichtigt und auch nicht förderfähig wäre. Was denn nun? Fragt man sich da als geneigter Leser.

Bei den Kosten wird wieder behauptet, dass unsere Berechnungen zu ungenau seien und man uns die Kompetenz der Berechnung abspricht. Dazu steht auch einiges auf unserer Planungsseite zu den Kosten. Man könnte noch zusätzlich erwähnen, dass die Planung zur Sanierung im Jahre 2012 bei ca. 5 Millionen Euro lag, der Neubau heute bei ca. 10 Millionen Euro, Tendenz steigend. Man rechnete damals mit 4 Millionen für den Neubau (Link). Bei diesen Preissteigerungen sollen wir darauf vertrauen, dass die Gemeinde richtig plant?

Zusätzlich finden Sie in dem Artikel der AmrumNews einen Link zum Imagefilm der Gemeinde (der Film zu unserem Kompromissvorschlag war wohl beeindruckend). In diesem können Sie ganz die bodenversiegelnde zu übergroße Architektur des Neubaus auf sich wirken lassen. Man sieht besonders, wie der Vortragssaal das Gebäude dominiert und die Gäste und Amrumer/-innen sich dort am Rande des Rondells entlang quetschen dürfen. Kein Raum für eine ruhige Atmosphäre, da immer jemand dort entlang gehen wird. Lesesaal ade. Mal schauen, ob dieser Entwurf die Mehrheit der Wähler/-innen überzeugen wird.

Gemeindehaus in Nebel.


11. Januar 2024 – Es wird eine Podiumsdiskussion geben.

Am 22. Januar 2024 wird eine Podiumsdiskussion im St. Clemens Hüs in Nebel stattfinden. Moderieren wird der Landrat Florian Lorenzen. Begonnen wird um 19.00 Uhr. Das voraussichtliche Ende ist für 21.45 Uhr geplant.

Es wird ein Eingangsstatement (je 10 min) beider Seiten und ein Schlussstatement (je 5 min) geben. Dazwischen werden drei Themenblöcke behandelt: Tourismus, Nachhaltigkeit und Kosten. Bei jedem Themenblock gibt es ein Eingangsstatement beider Seiten (je 10 min) und eine Fragemöglichkeit (max. 3 - 4 Fragen ohne Rückfragen), die jeweils von beiden Seiten innerhalb von max. 2 min beantwortet werden.

Das Publikum darf fragen, aber nicht diskutieren. Die Fragen stehen im Zeitverhältnis zu den Statements von 1:2.

Am Ende soll erläutert werden, was passiert, wenn auf dem Stimmzettel die Fragen so und so beantwortet werden.

Wir sind gespannt.

Unsere wiedergefundener Begleitung.


10. Januar 2024 – Wenn (k)ein Schild zurück kommt.

Unser Schild, welches sich verlaufen hatte, ist zwar nicht wieder da, aber die Begleitung hat sich wieder eingefunden. Immerhin.

Wir haben immer wieder geschaut, ob das Schild es sich anders überlegt und zurück kommt – was ja einfach in dunkler Nacht möglich gewesen wäre.

Dann schöpften wir Hoffnung, weil der Begleiter des Schildes sich auf einmal im Amtsgebäude befand.

Wie mag er dahin gekommen sein?

Unsere wiedergefundener Begleitung.

Nun, er wollte wohl von seinem ersten Fundort im Kurpark einen Ausflug zur Amrum Touristik in Norddorf machen. Dort wurde er nämlich gefunden. Laut Angabe des Fundbüros im Amt im Nebel. Zum Glück gibt es ja das Online Fundbüro des Amtes Föhr-Amrum. Dort hatten wir ihn entdeckt.

Leider hat sich der Finder nicht namentlich bekannt gemacht, so dass wir ihm keine Belohnung übergeben konnten. Wir würden das aber gerne nachholen, wenn er sich meldet.

Wir wurden nach unserem Eindruck schon erwartet. Eine kleine Verwaltungsgebühr von 3,00 € durften wir entrichten. Wir haben die Begleitung dann sicher zu uns nach Hause gebracht.

Unsere beiden auf Wanderschaft gegangenen Schilder.


8. Januar 2024 – Wenn ein Schild auf Wanderschaft geht.

Unsere Schilder sind ja sehr beliebt und sie gehen oft unerlaubt auf Wanderschaft.

Wir sind dann immer ganz traurig und haben daher einigen Schildern ein wenig Begleitung mitgegeben.

Vor drei Monaten verschwand das Schild 1 direkt von seinem Standort, aber die Begleitung wurde offenbar sofort beseitigt. Zurück blieb nur ein letzter Gruss.

Vor zwei Tagen ging ein Schild 2 auf Wanderschaft. Und diesmal hat die Begleitung nicht versagt. Seit zwei Tagen befindet sich das Schild an einem ganz anderen Ort in Nebel. Dort sollte es gar nicht sein. Und die Gemeinde möchte dort eigentlich auch gar nicht, dass dort ein Schild steht.

Wir haben uns auch daran gehalten und bekunden hiermit, dass sich das Schild dort offenbar selbstständig hin bewegt hat und wir jede Verantwortung ablehnen! Wie waren vor Ort und haben gerufen, aber das Schild bleibt stumm.

Wie kann das sein? Wenn uns jemand aufklären kann, möge er das bitte tun und das Schild einfach einem von uns wieder vor die Tür stellen! Das Schild fühlt sich sonst unwohl und man weiss nie, was das Schild dann so macht.

Für nähere Informationen klicke man bitte auf das Bild oder hier.

Flyer vom „Haus des Gastes“ Anfang der 1930er. Foto: Sven von der Weppen.


28. Dezember 2023 – Ein alter Flyer vom Haus des Gastes von vor fast 100 Jahren.

Auch im letzten Jahrhundert gab es schon gedruckte Werbung. Auf einen Aufruf in der Facebook-Gruppe „Alt-Amrum“ bekamen wir diesen Flyer zur Verfügung gestellt. Und das im Abstand von einigen Tagen von zwei Personen! Es ist doch schön, so etwas aufzuheben. Vielen Dank, auch für den Scan. Wir datieren den Flyer auf Anfang der 1930er, da die chronologisch sortierten Literaturhinweise bis 1929 aufgeführt wurden.

Anbei das PDF dieses Werbeflyers von damals. Sowie einige Abbildungen, die man sich durch Anklicken genauer anschauen kann:


23. Dezember 2023 – Juristische Kosten

Die Gemeinde Nebel war ja offenbar mit der juristischen Beratung bezüglich des Bürgerbegehrens durch den Landkreis nicht zufrieden, denn sie hat mehrfach bundesweit agierende Kanzleien um Rat gefragt, die auch dem Landkreis dann Stellungnahmen zusandten. Wir kennen deren Inhalt, da alle Schriftstücke der Beteiligten vom Landkreis den anderen Beteiligten jeweils zugestellt wurden.

Ob das klug und in diesem Umfang und Häufigkeit sinnvoll war, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sind dadurch offenbar Kosten von ca. 17.000 € entstanden. Aus den Steuermitteln, die der Gemeinde von den Steuerzahlern zur Verfügung gestellt werden. Diese Kosten kann man der Vorlage für die Sitzung des Finanzausschusses vom 13. Dezember 2023 entnehmen. Da wir auf einer vorherigen Gemeindesitzung bei der Frage nach diesen Kosten „abgebügelt“ worden waren, haben wir uns des lieben Frieden Willens diese Frage auf der Kompromisssitzung gespart. Wir wollten diesen Kostenpunkt aber dennoch nicht unerwähnt lassen.

Wir haben dagegen auf die Sachkunde des zuständigen Juristen des Landkreises vertraut. Was ja auch gereicht hat.


11. Dezember 2023 – Der Tag, als die Gemeinde den Kompromiss ablehnte

Kompromiss.

Am 11. Dezember 2023 fand die entscheidende Sitzung der Gemeindevertretung Nebel statt, in der über die Annahme oder Ablehnung des Bürgerbegehrens und eines möglichen Kompromisses entschieden werden sollte.

In dieser Gemeindevertretersitzung wurde klar, dass die Gemeindevertreter schon vor der Versammlung entschieden hatten, das Bürgerbegehren zum Erhalt des Hauses des Gastes in Nebel abzulehnen.

Doch damit nicht genug – auch der Kompromiss, den das Architektenbüro Bertzbach vorstellte, wurde trotz des Appells, sich Zeit zu nehmen, alle Vor- und Nachteile zu überdenken und den Entscheid zu verschieben, einstimmig abgelehnt.

Der Ablauf der Sitzung war erschütternd. Wir haben schon viele Gemeinderatssitzungen erlebt, so etwas wie am Montag war vorher noch nie dagewesen. Die Hände der Gemeindevertreter gingen zur Abstimmung schon hoch, bevor zu Ende vorgetragen worden war. Alles vorab beschlossen, kein Nachdenken, man war keinesfalls empfänglich für Argumente.

Bei der Wahl am 11.02.2023 geht es nun um den Erhalt des alten „Haus des Gastes“ und des Kurparks. Nun kann jeder Bürger, jede Bürgerin entscheiden: Erhalt des Hauses des Gastes oder Abriss und Neubau. Wir wollen die historischen Gebäude für Amrum und die Insel auch für kommende Gästegenerationen bewahren und wieder attraktiv machen. Dass dies nicht das Ziel der Gemeindevertreter ist, ist sehr schade. Auch auf den Kompromiss, der die Anforderungen der Gemeinde erfüllen und das „Haus des Gastes“ für Amrum erhalten würde, wird nicht eingegangen, für uns völlig unverständlich.

Alle Gemeindevertreter, die an der Sitzung teilnahmen (Helmut Bechler, Cornelius Bendixen, Mats Bohn, Elke Dethlefsen, Martin Drews, Lothar Herberger, Lars Jensen, Tobias Lankers, Jan Oppermann, Christian Peters und Bandix Tadsen) sind ohne Ausnahme gegen einen Erhalt des „Haus des Gastes“.

Aber der Reihe nach. Der Bürgermeister informierte zunächst darüber, dass die Fragen aus der Bevölkerung jeweils nach den einzelnen Tagesordnungspunkten zugelassen werden würden.

Danach hatten wir von der Bürgerinitiative das Recht, das Bürgerbegehren vorzustellen. Dank einer Beamerleihgabe des Amtes Föhr-Amrum und einer vorhandenen Leinwand (ob beides vorhanden sein würde, war vorher nicht sicher) stellten wir das Begehren kurz vor, da die Punkte ja allen Beteiligten bekannt waren. Danach gab es einige Fragen aus dem zahlreich erschienenen Publikum – hauptsächlich zum Prozedere –, die wir ausführlich beantworteten.

Stimmzettel zum Bürgerentscheid.

Nun begannen die – man muss es leider so sagen – Fehlinformationen der Gemeindevertretung. Es wurde gesagt, dass die Gemeinde den Bürgerentscheid (egal ob für den Erhalt oder den Neubau) nur befolgen müsse, wenn es „machbar“ sei. Dem ist aber nicht ganz so. Solange die Kostenschätzungen in etwa eingehalten werden (das kann man als Bauherr auch durch die Ausführungsqualität steuern), muss die Gemeinde sich ohne unnötige Zeitverzögerung bemühen, den Entscheid durchzusetzen. Sie darf nicht durch Aussitzen der 2-Jahres-Bindung die Ausführung verzögern, um dann nach 2 Jahren einen neuen Beschluss zu fassen.

Es wurde ebenfalls wieder gesagt (durch Wiederholungen wird das auch nicht wahr), dass das Begehren praktisch identisch mit den Umbauplänen von 2012 sei. Dem ist aber nicht so, da dort kein Abriss der alten Anbauten vorgesehen war, sondern zusätzlich ein Kunstpavillon, eine grosse Terrasse und ein Dachumbau zum Ausstellungsraum, daher der Lift ins Dachgeschoss. Fälschlicherweise wurden diese Pläne aus 2012 als unser Bürgerbegehren hochgerechnet bis heute und weiter behauptet, dass der Neubau billiger als der Vorschlag des Bürgerbegehren sei. Mehr dazu bei den Kostenschätzungen.

Ein wenig Kritik an dem demokratisch zugelassenen und vom Land gewünschten Verfahren durfte nicht fehlen, da „das Bürgerbegehren in anderen Bundesländern nicht zugelassen worden wäre“ (Zitat aus der Gemeindevertretung). Worauf diese Behauptung basiert, ist für uns nicht nachvollziehbar, da dieses direktdemokratische Instrument (Bürgerbegehren/Bürgerentscheid) in allen 16 Bundesländern Deutschlands zugelassen ist. Oder richtet sich die Kritik gar gegen den Zulassungsentscheid der kommunalen Aufsichtsbehörde des Kreises?

Dass das Bürgerbegehren abgelehnt wurde, war zu erwarten. Warum offenbar alle Mitglieder immer einstimmig abstimmen müssen, ist uns unklar. Es ist unglaubwürdig, dass es bei Entscheidungen von solcher Tragweite weder Enthaltungen noch Gegenstimmen gibt.

Danach hatte die Architektin Suse Bertzbach von Bertzbach Architekten die Möglichkeit, den externen Kompromissvorschlag ausführlich vorzustellen.

Auf Initiative von Thurid Pörksen hatte Frau Bertzbach die Sanierung des Gebäudes ganz neu gedacht und geplant – und zwar sowohl den Altbau, als auch die späteren Anbauten. Unsere Initiative erfuhr erst nach der Zulassung des Bürgerbegehrens von dem Kompromissvorschlag und war davon ebenso überrascht wie angetan.

Auf unserer Kompromiss-Seite findet man dazu weitere Informationen. Bei den anwesenden Nebler/innen fand der Vorschlag fast einhellig Zustimmung.

Dazu gab es dann viele Fragen aus der Bevölkerung und der Gemeindevertretung. Wobei die Gemeindevertretungsfragen offensichtlich darauf abzielten, den Kompromiss schlecht zu reden. Sobald jemand von der Bürgerinitiative intensiver die Vertretung auf Fehler ihrer Argumentation hinwies, wurde das abgeblockt mit dem Argument, dass die Bürger nicht diskutieren, sondern nur Fragen stellen dürfen. In die andere Richtung galt das aber nicht.

Kompromiss.

Unter anderem wurde von der Gemeindevertretung gesagt, dass man den Berechnungen keinen Glauben schenke, die Berechnungen zu niedrig seien, der Regionalfaktor falsch sei, die Heizung nicht enthalten sei, der Entwurf nicht barrierefrei sei, der Hochwasserschutz nicht berücksichtigt oder machbar sei, die Räume nicht umplanbar seien, es keine Fördergelder gäbe usw.

Die Architektin Bertzbach konnte alle Einwände der Gemeinde überzeugend widerlegen. Bei ihrer Kostenberechnung hat sie extra hohe Sätze genommen, um Reserven zu haben. Der Regionalfaktor wurde korrekt laut BKI mit 1,4 genommen. Die Planungsfirma der Gemeinde hat mit anderen Kostenkennwerten gerechnet, wo offenbar der Regionalfaktor 1,5 ist.

Der Hochwasserschutz kann mit Abdichtung und Ertüchtigung der Kellerwände erzielt werden. Bei der Kellerabdichtung wird Kiesol eingespritzt in die Bestandswände, Horizontalsperren von unten und oben eingebracht, wenn möglich auch von außen abgedichtet und an den Innenwänden eine Sulfatex-Schlämme aufgebracht plus diffusionsoffenen Sanierputz je nach Salzbelastung, die Kehlen werden speziell zusätzlich z.B. mit Asphaltestrich abgedichtet und bituminös abgeklebt. Zur Dämmung von innen können Kalziumsilikatplatten oder auch andere Dämmplatten angebracht werden. Die sanitären Anlagen sind auch mit Rückstauklappen gegen Wasser von außen abzudichten.

Die Architektin verwies auf andere von ihrer Firma auf den Nordseeinseln erfolgreich durchgeführte Sanierungen.

Die Barrierefreiheit ist mit einem Podestlift und einem Fahrstuhl vollständig möglich. Beim Kompromissvorschlag erschließt ein Fahrstuhl alle Etagen.

Die Kinderbetreuung wurde alternativ an ihrem Ort belassen und erweitert um die Fläche Wintergarten (Lesezimmer) und Bibliothek plus Galerieebenen, bzw. Zugang zur Souterrainfläche mit z.B. Bällebad, so dass auch 60 qm wie im Neubauentwurf der Gemeinde erreicht werden können. Für die Touristinfo besteht die Möglichkeit, ein Back-Office im Bereich der geplanten Bibliothek abzuzweigen für ungestörte Telefonate.

Bibliothek und Leseraum könnten im 1. Obergeschoss mit dem Multimediaraum und einer Geschichtswerkstatt (Hausgeschichte, Ortsgeschichte, Amrumgeschichte) zur Seeseite kombiniert werden.

Räumlichkeiten im 1. OG für Mitarbeiterwohnen, Gäste, Rettungsschwimmer, Künstler und Ehrengäste könnten flexibel genutzt werden. Separates Wohnen (Einliegerwohnungen = Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss) werden von der KfW sogar nicht unerheblich bezuschusst!

Auch der Hinweis, dass die Fläche des Kompromissvorschlages deutlich kleiner als beim 2012 gescheiterten Entwurf ist, der noch einen Pavillon und weitere Umbauten vorsah, wurde nicht verstanden. Die Bestandsfläche des Kompromissvorschlags ist auch kleiner als der große Wettbewerbsneubau, obwohl viel mehr Funktionen untergebracht sind und mehr Sitzplätze im Veranstaltungssaal entstehen (112 Sitzplätze im Altbau statt 92 Sitzplätze im Neubau). Außerdem ist im sanierten Altbau eine klassische, erhöhte Guckkastenbühne mit Theatervorhang geplant, die für alle gut einsehbar ist. Im Neubau ist auf den Plänen und Visualisierungen keine erhöhte Bühne dargestellt. Dort ist alles auf einer Ebene.

Dass die Faktoren der Berechnung auch eine umweltfreundliche Heizung, Dämmung etc. nach modernstem Standard enthalten, war den Gemeindevertretern nicht bewusst oder wollte man „nicht glauben“.

Bei der tabellarischen Gegenüberstellung wurde deutlich, dass bei einer Sanierung auf einer kleineren, barrierefreien Nutzfläche viel mehr Funktionen untergebracht sind als im Neubau. Die Gemeinde hätte größeren Nutzen durch eine kluge Raumaufteilung und hohe Aufenthaltsqualität. Dazu bringt der Entwurf von Frau Bertzbach die schlichte Schönheit des Gebäudes zurück.

Trotzdem ist der Kompromissvorschlag deutlich kostengünstiger als der Neubau, da hier keine Warft nötig ist, der gesamte Abbruch nicht aufwändig übers Meer entsorgt, getrennt und anschließend alles neu aufgebaut werden muss.

In 2023 gehen wir von ganz anderen Kostenfaktoren aus als in 2012. Bei einer ehrlichen Kostenschätzung für Abriss und Neubau müssen unbedingt die Faktoren graue Energie, CO2-Fußabdruck und Nachhaltigkeit mit in die Kostenberechnung einfließen. Bauen im Bestand ist heutzutage nötig.

Fördergelder für die Sanierung sind auf jeden Fall auch zu erhalten. Dafür hat das Amt und der Kreis sogar extra Mitarbeiter („Förderscouts“).

Erwähnenswert wäre noch, dass der Bauausschussvorsitzende vor Schadensersatz aufgrund „entgangener Gewinne“ warnte. Das war allen Anwesenden neu, denn diese Zahlungen sollten schon erfolgt bzw. eingeplant sein. Wir haben die Gemeinde immer so verstanden, dass keine Aufträge erteilt werden, die außerhalb der Planung und Vorbereitung einer Förderung notwendig sind, bevor das Land einen Zuschuss fest zusagt: „Bürgermeister Bendixen machte deutlich, dass das Projekt nur verwirklicht wird, wenn eine Förderung von mindestens 50% der Bausumme gewährt wird.“ Im Übrigen wären diese vorbereitenden und Planungskosten auch ausgegeben, wenn es keine Förderung gibt.

Der Vorschlag, Spenden für die Sanierung des Gebäudes einzuwerben, wurde lächerlich gemacht und gesagt, dass die Gemeinde gar keine Spenden annehmen dürfe. Ein paar Minuten bei Google zeigen aber, dass das unwahr ist: Die Gemeinde darf zur Erfüllung ihrer Aufgaben Spenden, Schenkungen und ähnliche Zuwendungen einwerben und annehmen oder an Dritte vermitteln. Die Gemeindevertretung kennt scheinbar ihre eigene Gemeindeordnung nicht. Wie hoch Spenden ausfallen können, kann man nie vorraussagen. Es gibt aber immer wieder Menschen, denen alte Häuser bedeutende Summen wert sind.

Wir hatten den Eindruck, dass in der Gemeindevertretung die Expertise in diesen grundlegenden Dingen geringer ist, als bei unserer Bürgerinitiative.

Folgerichtig lehnte die Gemeindevertretung den Kompromiss einstimmig ab. Dabei gibt es durchaus Bürgerbegehren in Schleswig-Holstein, die mit einem Kompromiss endeten. Man kann also auch über seinen Schatten springen.

Etwas mehr Wille zur Verständigung wäre schön gewesen. Spätestens jetzt wäre es klug, einen gemeinsamen Weg zu wählen. Wir haben die Hand gereicht, schon von Anfang an, die sie nicht ergriffen haben.

Anstatt sich nun aber beim Bürgerentscheid mit der Ja/Nein-Frage des Bürgerbegehrens zu begnügen, stimmte die Gemeindevertretung für eine zusätzliche Frage und somit auch für eine Stichfrage, was den Stimmzettel unnötig kompliziert und unübersichtlich gestaltet. Das ist eine beliebte Methode, um die Wähler/innen zu verwirren, so dass diese evtl. sogar durch Formulierung der zweiten Frage falsch abstimmen.

Dabei hat die Gemeinde den Vorteil, dass wir unsere Formulierung der Frage nach der Einreichung des Bürgerbegehrens nicht mehr ändern dürfen. Daher ist die Frage der Gemeindevertretung mit vielen schönen Adjektiven geschmückt, die aber selbstverständlich sind und auch auf unserem Vorschlag zutreffen (förderfähig, barrierefrei, Energieversorgung nach neuestem Standard, funktionales Raumkonzept, notwendiger Brand- und Hochwasserschutz). Nur die Wörter „zeitgemäß“ und „nachhaltig“ treffen sicher nicht auf den Plan der Gemeinde zu, sondern nur auf das Bürgerbegehren.

Weiter oben beim Blog-Artikel finden Sie das erste offizielle Muster, das vom Amt Föhr-Amrum herausgegeben wurde.

Die Gemeindevertretung will einfach nicht umschwenken und das Ganze neu denken, auch in Bezug auf die Themen Graue Energie und Nachhaltigkeit, welche ja erst nach den Neubauplänen wirklich der Öffentlichkeit bewusst geworden sind. Wenn man ein altes Gebäude saniert, erhält man faktisch den Rohbau des Gebäudes, in welchem etwa 50 Prozent der Energie für die Errichtung eines neuen Gebäudes steckt.

Was an einem Abbruch und übergroßen Neubau nachhaltig sein soll, erschloss sich allen Anwesenden – außer den Gemeindevertretern – nicht. Wenn der Kurpark durch Abholzung und Versiegelung ruiniert wird, hilft auch kein Gründach mehr.

Der historische Ortskern unseres Dorfes wird zerstört und der Insel Amrum geht ein weiteres Stück Kultur verloren.

Nun kommt es also zum Bürgerentscheid. Die Einwohner von Nebel, Westerheide, Süddorf und Steenodde müssen sich entscheiden, ob sie dieses Schmuckstück in altem Glanz wieder herstellen oder ein bei den Gästen beliebtes Gebäude samt Kurpark zerstören und durch einen gesichtslosen Neubau ersetzen wollen. Schöner wird das Dorf Nebel und die Insel Amrum dadurch nicht.

Titelbild des Maueranker.


13. Dezember 2023 – Der Maueranker berichtet.

Die Zeitschrift Der Maueranker berichtet in der neuesten Ausgabe vom November 2023 über das „Haus des Gastes“.

„Der Maueranker“ ist eine seit 42 Jahren erscheinende Zeitschrift zur Baupflege in der Region.

In dieser Ausgabe berichtet der Kunsthistoriker Edgar Bierende (Museum der Universität Tübingen) im ersten Artikel Ein bedrohtes Baudenkmal - das „Haus des Gastes“ über die Geschichte des Hauses und dessen Architekten.

Im zweiten Artikel berichtet unsere Mitstreiterin Anna Susanne Jahn über die Geschichte des Hauses, unsere Bürgerinitiative und den Kampf gegen den Abriss.

Mit freundlicher Genehmigung der IG Baupflege können Sie diese beiden Artikel sich hier herunterladen und ansehen.

Der Kompromiss von Bertzbach Architekten.


2. Dezember 2023 – Bürgerentscheid oder Kompromiss?

Wir haben vor einiger Zeit einen externen Kompromissvorschlag von „Bertzbach Architekten“ erhalten. Dieser kam – auch für uns – überraschend von unserer Mitstreiterin Thurid Pörksen. Die Architektin Suse Bertzbach hat den Entwurf ohne unseren Auftrag ausgearbeitet.

Das Büro Bertzbach Architekten ist auf Bauen im Bestand spezialisiert ist und kann viel Erfahrung mit Bauten auf Nordseeinseln vorweisen.

Nach eingehender Prüfung unsererseits können wir diesen Vorschlag akzeptieren. Wenn die Gemeindevertretung den Vorschlag auch akzeptiert, würde kein Bürgerentscheid nötig werden.

Mehr dazu auf der Kompromiss Seite.


26. November 2023 – Termine:

Uns wurde inzwischen bestätigt, dass es am 11. Dezember 2023 eine Gemeindevertretungssitzung zum „Haus des Gastes“ gibt. Wir gehen davon aus, dass uns dort das gesetzlich vorgesehene Rederecht zur Vorstellung unseres Bürgerbegehrens gegeben wird.

Sollte es dort zu keinem Kompromiss kommen, wird es einen Bürgerentscheid am 11. Februar 2024 geben, der in der Schule stattfinden soll. Eine Briefwahl soll auch möglich sein.


22. November 2023 – Bürgerentscheid oder Kompromiss?

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sind aus dem Urlaub zurück.

Die kommunale Aufsichtsbehörde hat uns am 17. November 2023 per Mail vorab mitgeteilt, dass sie das Bürgerbegehren zulässt. Das Schreiben traf offiziell per Post am 22. November 2023 ein.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben jetzt das Recht, der Gemeindevertretung unsere Sicht der Dinge zu schildern. Wir bieten der Gemeindevertretung danach an, mit uns über das „Haus des Gastes“ sachlich zu diskutieren und gemeinsam einen Kompromissvorschlag zu erarbeiten und diesen zu beschließen. Diese Möglichkeit sieht die Gemeindeordnung ausdrücklich vor.

Wir sind dafür, gemeinsam nach vorne zu sehen, damit das „Haus des Gastes“ im neuen Glanz erstrahlt und der Park gerettet wird!

Dann würde es zwar nicht mehr zum Bürgerentscheid kommen, aber das „Haus des Gastes“ und der Park würden gerettet werden. Der von der Gemeinde geplante geplante Neubau, das „Andalusische Tomatentreibhaus“ wäre dann Geschichte!


9. Oktober 2023 – Zulassung Bürgerbegehren.

Die kommunale Aufsichtsbehörde hat uns am 9. Oktober 2023 mitgeteilt, dass sie beabsichtigt, das Bürgerbegehren zuzulassen! Davor gibt es eine Anhörung, die am 6. November 2023 endet. Danach erfolgt die endgütige Entscheidung. Danke an alle, die uns unterstützen!

Die Initiatoren machen jetzt Urlaub bis Ende Oktober, werden aber online bei wichtigen Dingen präsent sein.

143 Unterschriften.


29. September 2023 – Unterschriften zum Bürgerbegehren eingereicht.

Wie schon berichtet, haben wir die Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren abgeschlossen. Auf den letzten Drücker kamen noch einige Unterschriften herein, so dass wir 143 Unterschriften zusammen haben. Gefordert sind 10 % der wahlberechtigten Bevölkerung, was 84 Unterschriften bedeuten würde.

Anna Susanne und Jost Jahn und Liane und Manfred Kurfürst schaukelten dann am 20. September über die vom Sturm noch bewegte Nordsee nach Föhr, um die Stimmen in der von Anna Susanne Jahn gestalteten Mappe dem Amtsdirektor Christian Stemmer und Hauptamtsmitarbeiter Lukas Jakobsen zu übergeben. Der Inselbote berichtete darüber. Nach einigen Gesprächen ging es dann sehr rauh mit dem Cat zurück nach Amrum.

Wie geht es jetzt weiter? Das Amt Föhr-Amrum wird die Gültigkeit der Unterschriften überprüfen. Dazu gehört der erste Wohnsitz in der Gemeinde Nebel seit mindestens 6 Wochen, mindestens 16 Jahre alt und EU-Bürger. Außerdem soll die Unterschrift der im Ausweis gleichen. Der Jurist des Landkreises wird nach erfolgter Prüfung seine Ansicht über die rechtliche Zulässigkeit mitteilen. Die beteiligten Parteien haben dann 4 Wochen Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Danach gibt es eine Entscheidung. Gegen diese Entscheidung können beide Parteien noch vor dem Verwaltungsgericht klagen.

Die Gemeinde Amrum hat schon Rechtsanwälte beauftragt, eine juristische Stellungnahme über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zu erstellen. Diese Anwälte werden mit den Steuern der Bürger/innen bezahlt, um ein Votum der Bürger/innen zu verhindern und im übrigen benötigt der Jurist des Landkreises sicher keine Hilfestellung bei der Erstellung seiner Entscheidung. Im viel zitierten demokratischen Diskurs sollte man sich doch besser stattdessen mit Argumenten beschäftigen.

Wie ein Wink des Schicksales publizierte der Inselbote kurz darauf ein Interview mit Adrian Nägel unter dem Titel „Das klimaneutrale Haus der Zukunft“. Zitat: „Wer den Architekten fragt, wie ein klimaneutrales Haus der Zukunft aussehen könnte, dem antwortet er zunächst: Es ist ein Bestandsgebäude.“. Der Architekt beschreibt die absolut schlechte Energiebilanz von Beton/Zement und fordert daher die Verwendung auf ein Mindestmaß zu beschränken. Daher sollten bei Neubauten alle Bauteile, wo Beton nicht unbedingt notwendig ist, aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut werden. „Wir würden sowohl den Holzvorrat als auch das Handwerk überfordern, wenn wir das, was wir aktuell bauen, mit diesen Rohstoffen herstellen würden“, sagt Nägel und ergänzt: „Dies funktioniere nur, wenn ein Neubau eine Ausnahme bliebe und der Bestand auf Vordermann gebracht würde.“.

Das spricht genau das aus, was wir fordern.

Und dann tagte gestern noch der Tourismus Ausschuss der Gemeinde Nebel. Im Tourismuskonzept 2023-2030 wurde dann der Erhalt der Natur und die Nachhaltigkeit gefordert. Und was macht unsere Gemeinde? Sie wird die Hälfte des Kurparks vernichten und das Haus des Gastes, das eine grundsolide Bausubstanz aufweist, abreißen. Man soll die Menschen an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten. Und da sieht es düster in der Gemeinde Nebel aus.

TV Team zu Besuch.


18. September 2023 – TV Team vom NDR Kulturjournal zu Besuch.

Der NDR interessiert sich weiter für die Auseinandersetzung um das „Haus des Gastes“.

Sie waren heute bei uns zu Besuch und drehten für das NDR Kulturjournal, welches am 25. September 2023 von 22.45 bis 23.15 Uhr am Abend gesendet wird. Natürlich ist die Sendung auch danach in der Mediathek zu finden.

Wir hatten interessante Gespräche und Fragen. Es wurde in der Galerie von Anna Susanne Jahn und am „Haus des Gastes“ gedreht.

Auch der Bürgermeister wurde interviewt, da waren wir allerdings nicht dabei.

Wir sind gespannt, was von den vielen Takes in die Sendung einfliessen wird.

Der Bericht ist in der Mediathek zu sehen.

Open Petition Zettel.


11. September 2023 – Unterschriftenzettel.

Wir sammeln ja auch Unterschriften von Nicht-Nebler/innen, um der Gemeinde zu zeigen, dass gerade die Gäste der Insel Amrum das „Haus des Gastes“ mit dem umliegenden Park lieben und zu erhalten wünschen.

Damals beim Kampf um die Pflegeinrichtung für unsere älteren Mitbürger/innen warb auch AmrumNews für die OpenPetition. Und es unterzeichneten 7384 Menschen. Beim „Haus des Gastes“ wird diese Petition inselweit totgeschwiegen. Weder AmrumNews noch der Inselbote wiesen darauf hin. Erst vor einigen Wochen hat AmrumNews erstmals unsere Webseite genannt, da es peinlich und einseitig gewesen wäre, nur auf die damals gerade erschienene Webseite der Gemeinde hinzuweisen. Den ganzen Sommer über waren wir mit unseren Plakaten, Schildern, Infoständen und der Webseite auf uns allein gestellt. Und dennoch haben wir schon 2109 (Stand heute) Zeichnungen der Petition (und etwa 500 schriftliche, die noch erfasst werden müssen) – nach 86 Tagen. Davon sind über 1000 Zeichnungen auf Papier eingegangen.

Das ist ein grosser Erfolg! Und es zeigt, wie sehr den Gästen die alte Villa im Park am Herzen liegt. Bei allen unseren Veranstaltungen haben wir Hunderte von Unterschriften von empörten Gästen gesammelt. Fast jeder ist gegen den Abriss.

Das Votum der Gäste ist eindeutig: das Haus soll erhalten und saniert werden, und ebenso der Park. Man wünscht sich einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss und zum Veranstaltungsraum und barrierefreie, funktionierende und saubere (!) Toiletten.

Wünsche, die mit weitaus weniger als dem jetzt geplanten Aufwand von 10 Millionen Euro zu erfüllen sind.

Leider haben wir nicht genügend Zeit, um z.B. einen Dauerinfostand in Nebel zu errichten (der wahrscheinlich auch nicht genehmigt würde). Dafür wirbt die Gemeinde im „Haus des Gastes“ mit ihrem Flyer und fast jeder, der ihn sieht, findet den Neubau scheußlich. Wenn man nach der Petition fragt, bekommt man die Fehlinformation, dass nur Nebler dort unterschreiben dürfen. Dass wir unseren Flyer dort nicht auslegen dürfen, sollte jedem klar sein, der die Berichterstattung verfolgt hat. Halt eine „demokratische Auseinandersetzung“ nach alter Amrumer Art. Das funktioniert allerdings heute nicht mehr ganz so gut.

Wenn Sie auf das kleine Bild klicken, sehen sie alle 249 bisher eingegangenen Unterschriftenzettel für die Online Petition in einem grossen Bild. Die Petition kann man nämlich nicht nur online unterzeichnen, sondern auch an den mobilen Unterschriftenstationen im Smäswai 4 und Stoltenberag 3 und in einigen Geschäften und Einrichtungen mit mutigen Inhaber/innen auf echtem Papier unterschreiben. Das Bild wurde aus Datenschutzgründen unscharf gerechnet.

Alle diese Zettel mit im Schnitt jeweils 6 Unterschriften stehen zusammen für ca. 1500 engagierte Menschen, die in diesem Sommer auf Amrum waren oder sind – und die das „Haus des Gastes“ erhalten wollen. Nach all den Behinderungen beim Sammeln der Unterschriften ein schöner Erfolg, auf den alle stolz sein können!

Die Mitglieder der Gemeindevertretung wollen ja ungerne schlechte Nachrichten über Amrum in der Presse lesen. Vielleicht sollten sie doch noch einmal überlegen, ob sie das Haus wirklich abreißen wollen. Man kann falsche Entscheidungen auch revidieren, selbst wenn man schon Geld ausgegeben hat. Gleiches gilt für den Plan, den Kurpark praktisch abzuholzen. Man muss nicht zuerst alles plattmachen, um es umzugestalten – das geht auch behutsamer. Engstehende und bereits totgesagte Bäume wachsen besonders gesund weiter!


8. September 2023 – Kleine „Pause“.

Die Webseite ist nicht tot, auch wenn es mal einige Tage kein Update gab und geben wird. Wir brauchen auch mal eine Verschnaufpause und haben berufliche Verpflichtungen. Bei Facebook geht es dagegen natürlich munter weiter!

Entgegen anderslautenden Gerüchten haben wir die Unterschriften unter das Bürgerbegehren noch nicht abgegeben (auch wenn wir schon genug haben) und nehmen gerne weitere Unterschriften an, wenn sich doch noch jemand der schon grossen Menge an Unterschreibenden anschließen will!

Zur Zeit suchen wir die schon 16 gestohlenen Schilder. Angeblich „sammelt“ die Gemeinde diese für uns, aber die Rückgabe an uns scheint schwierig zu sein, da keiner mit uns reden will. Wir haben aber noch Schilder und ersetzen die Schilder auch auf Wunsch!

Im Hintergrund werkeln wir aber weiter an diversen Projekten in unserer Freizeit. Das Ganze nicht nur unbezahlt, sondern auch mit unserem eigenen finanziellen Einsatz. Mit unseren Steuergeldern unterstützen wir sogar die Maßnahmen der Gemeinde Amrum.

Gedruckte Flyer.


31. August 2023 – Gedruckte Flyer zum Verteilen.

Da das Ausdrucken, Bestempeln und Falten der Flyer sehr zeit- und kostenaufwändig ist, haben wir jetzt einen Posten Flyer professionell drucken lassen.

Die abgebildete Kiste ist nur ein kleiner Teil davon.

Wer gerne Flyer zum Verteilen haben möchte, der melde sich bei uns. Wir geben die Flyer gerne ab.

Seien Sie mutig und legen Sie diese Flyer in Ihrem Laden zur Information aus. Die Gemeinde hat ihr Hausrecht ausgespielt und verbietet das Auslegen unseres Flyer im Haus des Gastes, um „die Gäste vor uns zu schützen“ (Zitat aus der Gemeindevertretung vom 24. August 2023).


29. August 2023 – Die Prüfung und die Zählung der Stimmen wird auf Föhr stattfinden.

Da wir immer mehr Unterschriften erhalten haben, fragten wir das Prozedere der Abgabe und Zählung mit Prüfung beim Amt an.

Die Abgabe, Zählung und Prüfung der Unterschriften unter das Bürgerbegehren findet wirklich in Wyk beim Amt Föhr-Amrum statt!

Daher können jetzt alle noch ihren Unterschriften unter das Bürgerbegehren setzen, die bisher Bedenken hatten, ob die Gemeindevertreter evtl. doch erfahren, wer unterschrieben hat. Jeder über 16 Jahren und auch hier in Nebel wohnende EU-Bürger dürfen unterschreiben. Man muss allerdings seinen ersten Wohnsitz in Nebel oder einer der Ortsgemeinden haben!

Sorgen Sie mit ihrer Stimme für eine klare Ansage an die Gemeindedevertretung mit deutlich mehr als den nötigen 84 Stimmen für das Bürgerbegehren!

IGA Entwurf.


23. August 2023 – Die taz berichtet

Heute kommt der erste bundesweite Bericht in einer Zeitung. Die taz berichtet auf einer ganzen Doppelseite darüber.

Wie in einem guten journalistischen Artikel üblich, lässt sie nicht nur uns zu Wort kommen, sondern auch die Gemeinde und andere beteiligte Personen.

Aus Urheberrechtsgründen ist die Abbildung nur als unleserliches Symbolbild vorhanden. Der Klick darauf führt direkt auf die Internetseite der taz mit diesem Artikel.

IGA Entwurf.


23. August 2023 – Gelsenkirchen auf Amrum

Der Münchner Architekt Daniel Zajsek (Lebenslauf) hat den „Architektenwettbewerb“ für den Neubau des „Haus des Gastes“ Ende 2020 gewonnen.

Das Bild rechts zeigt übrigens nicht den Entwurf für Amrum, sondern für Gelsenkirchen. Sieht fast gleich aus, oder?

Wie man mit einer Internetrecherche feststellt, sind ähnliche Objekte auch woanders vorgeschlagen worden und werden dort evtl. auch gebaut. Es ist auch ein sehr kleines Architekturbüro. Da hat man nicht so viel Ressourcen. Also keine besondere Lösung für Amrum, sondern ein recycelter Vorschlag, mit dem man zumindest das Preisgeld abholen kann und evtl. sogar einen Auftrag bekommt. Hier gefundene Beiträge zu Wettbewerben, die in etwa dem auf Amrum entsprechen:

Diese Bauten mögen woanders passen, aber sicher nicht in Nebel auf Amrum. Wann sieht der Gemeinderat das endlich ein? Ein reduziertes Konzept und eine gezielte Sanierung des Hauses spart der Gemeinde viel Geld und diesen Anblick für 50 Jahre. Danach hat die Gemeinde das Projekt abbezahlt und als Neubau (siehe „Alte Post“), konfrontiert mit den Witterungsbedingungen auf Amrum, ist das Haus dann vermutlich abrissreif.

Bau von Paul Reese.


22. August 2023 – Paul Reese, der Architekt vom „Haus des Gastes“

Ein befreundeter Gast (Edgar Bierende) ist Kunsthistoriker und hat uns Informationen über den Architekten des „Haus des Gastes“ und weitere Informationen zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich um Paul Reese (1872-1943). Er war Stadtbaumeister in Neumünster seit 1899; von 1920 bis 1937 Stadtbaurat in Neumünster.

Ein Bericht über sein Wirken findet man in diesem Zeitungsartikel. Ein Porträt is ebenfalls verfügbar.

In der Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein des Denkmalamtes in Kiel sind 21 Bauten/Einträge zu Paul Reese zu finden. Alle Einträge/Bauten befinden sich in Neumünster, wie etwa 2 Schulen, 2 Villen und Reihenhäuser usw. Quelle: Zeitschrift für das gesamte Krankenhauswesen, 1906, S. 161: „Rohbau soll am 15. April des Jahres fertig sein“.

Im rechts abgebildeten Beispielhaus aus Neumünster sieht man sehr schön die alten Fenster und vergleichbare Fassadenornamente. Auf Amrum braucht man keine Denkmäler laut Ansicht des Gemeinderates. Da reißt man alles Alte eben ab.

Es gab bereits einen Architekturwettbewerb zum „Haus des Gastes“ im Jahr 1978-1979. Quellen: Der Baumeister, Zeitschrift für Architektur, 1978, S. 898: „Nebel auf Amrum, Allgemeiner Bauwettbewerb, Haus des Kurgastes“ und Der Baumeister, Zeitschrift für Architektur, 1979, S. 1278: „Nebel auf Amrum, Neubau eines Hauses des Kurgastes ... 1. Preis: Schöning + Thode + Lütjenburg“.

Unser Stand beim Molenfest.


20. August 2023 – „Privat ist immer schwierig“

Das letzte große Außen-Event dieses Jahres fand am 19. August 2023 in Steenodde und damit auf dem Gebiet der Gemeinde Nebel statt.

Wir hatten wieder einen Stand beantragt, und wie schon üblich, wurde uns ein absolut unattraktives Gebiet bei der Einfahrt nach Steenode an der Kreuzung zum Weg in den Wald vom Ordnungsamt zugewiesen.

Wir hatten daher dem Ordnungsamt zeitnah mitgeteilt, dass dieser Stand unattraktiv ist und wir ihn daher nicht nutzen werden.

Doch wie groß war dann die Überraschung! Wir bauten unseren Stand gegen 14 Uhr am Ende eines Privatweges auf, an dem viele Besucher vorbeikamen, die den schönen Weg von Nebel am Watt nach Steenodde benutzten.

Unser Stand beim Molenfest.

Privatwege sind eine Besonderheit. Dort kann einem keiner verbieten, seinen eigenen Stand aufzubauen. Zum Glück gehörte dieser Privatweg Mitgliedern unserer Bürgerinitiative. Doch das wusste offenbar niemand aus der Gemeindevertretung oder Amrum Touristik. Wir nennen hier beide zusammen, weil die beiden Organisationen rechtlich und privat eng miteinander verquickt sind.

Wir nennen hier keine Namen. Ganz kurz nach dem Aufbau unseres Standes sahen wir einen Vertreter der lokalen Presse hektisch telefonieren. Wir bereiteten die kleine Druckwerkstatt für Kinder und Jugendliche vor, sowie unsere Informationsmaterialien. Als Novum hatten wir Luftballons mit einem kleinen Hinweis auf unsere Webseite. So ein mobiler Werbeträger hat ja einiges für sich!

Nach etwa 30 Minuten kam der Besitzer eines Hauses, das an diesem Privatweg liegt, und forderte uns aufgeregt auf, von seinem Grundstück (!) zu verschwinden. Den Hinweis, dass wir auf der Strasse und nicht auf seinem Grundstück stehen, überhörte er und wollte die Polizei holen. Natürlich hatten wir die Stände so aufgebaut, dass Kraftfahrzeuge noch passieren konnten! Interessant war, dass dieser Anwohner offenbar wusste, dass wir einen anderen Standort zugewiesen bekommen hatten, diesen aber gar nicht in Anspruch genommen hatten. Ein Dienstgeheimnis wird auf Amrum eher als vernachlässigbarer Wert angesehen, wie wir schon öfters bemerkt haben.

Unser Stand beim Molenfest.

Nun begann der fröhliche Teil. Wir kamen ins Gespräch mit vielen Gästen. Alle zeigten sich entsetzt, dass das schöne Haus des Gastes durch einen hässlichen Neubau ersetzt werden soll. Auch das Vorhaben der Gemeinde, 83 Bäume im Kurpark zu fällen, stieß bei den Gästen auf heftige Ablehnung.

Einige befreundete Gäste besorgten uns etwas zum Essen und zu Trinken. Vielen Dank dafür.

Die Kinder und Jugendlichen druckten fröhlich heruntergefallene Blätter von den Bäumen auf Papier und holten die getrockneten Kunstwerke nach einem Gang über das Fest wieder ab. Unsere Luftballons fanden reichlich Absatz, und wir sammelten viele neue Unterschriften für die Open Petition ein.

Gegen 17 Uhr sichteten wir zwei Polizeibeamte im Anmarsch, begleitet von einem Vertreter der Amrum Touristik. Die Polizei forderte uns freundlich, aber bestimmt auf, die Genehmigung für diesen Stand vorzuzeigen. Es gäbe eine Beschwerde. Ob diese Beschwerde wegen Lärms (das Molenfest war laut, wir nicht) oder wegen Aufmüpfigkeit vorgetragen wurde, wurde uns nicht mitgeteilt. Falls der Vertreter der Amrum Touristik der Beschwerdeführer war (sonst wäre er ja kaum dabei gewesen), ist das auch interessant. Normalerweise ermittelt die Polizei bei einer Vor-Ort-Ermittlung ohne Assistenz durch Privatpersonen. Aber wir sind ja auf Amrum.

Unser Stand beim Molenfest.

Wir erklärten, dass das ein Privatweg sei und die Besitzer hier am Stand anwesend und auch mit dieser Nutzung einverstanden seien. Das konnte dann durch einen Ausdruck bewiesen werden. Daraufhin ermahnte uns die Polizei, dass wir aber nicht auf den anderen Weg gehen sollten.

Zum Vertreter der Amrum Touristik gewandt sagte sie sinngemäß: „Das müssen wir natürlich prüfen, aber das sieht ja ziemlich glaubwürdig aus. Privat ist immer schwierig. Da kann man nichts machen.“

So ging der Amrum Touristik-Vertreter unverrichteter Dinge von dannen.

Wir haben dann noch etwa eine Stunde den Stand weiter betrieben. Danach kamen immer weniger Menschen vorbei, und der Regen drohte. Daher bauten wir den Stand dann ab.

Wir verstehen nicht, warum so ein kleiner Stand offenbar so viel Unmut (Hass wäre vielleicht zu hart) bei Gemeindevertretern und/oder der Amrum Touristik erzeugt, dass sogar die Polizei bemüht werden muss? Wir schenken Kindern bunte Luftballons, zeigen ihnen eine Materialdrucktechnik – alles ehrenamtlich –, und nebenbei können die Erwachsenen sich informieren. Was ist daran so furchtbar?

Unser Stand beim Molenfest.

Warum wollen die Gemeinde und die Amrum Touristik unbedingt verhindern, dass die Gäste von ihren Bauplänen und von unsererer Bürgerinitiative erfahren? Wovor haben die Gemeinde und die Amrum Touristik Angst?

Sieht so die immer wieder wortreich beschworene „demokratische Auseinandersetzung“ und „Transparenz“ aus?

Man hat das Gefühl, dass da noch etwas Grösseres im Hintergrund droht, was keiner erfahren soll. Oder ist es einfach nur Unsicherheit, weil die eigenen Argumente nicht so überzeugend sind, auch wenn man noch die politische Macht hat?

Alle Neblerinnen und Nebler können den Abriss durch eine Unterschrift unter unser Bürgerbegehren verhindern.

Dazu gehört auf Amrum zwar ein wenig Mut, aber es geht hier um die Bewahrung eines ortsprägenden Hauses. Und zumindest offiziell herrscht auch auf Amrum Meinungsfreiheit!

Ganz viele Briefe warten auf das Austragen.


18. August 2023 – Austragung

Da offenbar viele Einwohnerinnen und Einwohner von Nebel keinen Zugang zu unseren öffentlichen Unterschriftenlisten haben, trugen und tragen wir nun seit dem 31. Juli in jeden Briefkasten ein Informationsschreiben aus mit jeweils zwei bis drei Unterschriftenlisten, einem Begleitschreiben (wer wir sind, was wir vorhaben, warum wir erst so spät gestartet sind), sowie einer Kurzinformation warum man „nochmal“ (Verwirrung wegen Open Petition) als Nebeler/in unterschreiben muss und unserem kleinen Streifen-Info bzw. bei späteren Briefen unseren Flyer.

Um Papier zu sparen, versuchen wir die Briefkästen von unseren Unterstützern, die schon unterschrieben haben und denjenigen, deren Ablehnung gewiss oder bekannt ist, zu verschonen. Wenn uns das nicht immer gelungen ist, bitten wir um Entschuldigung.

Auf jeden Fall haben wir dadurch endlich jeden kleinen Weg kennen gelernt und ganz viele Formen von Briefkästen. Die Bewunderung für unsere Postbotinnen und Postboten steigt!

Wir hoffen jetzt bei allen Häusern gewesen zu sein. Immerhin haben wir sechs von den abgebildeten Kisten gefüllt und ausgetragen. Falls wir jemand verpasst haben, bitte melden, wir kommen baldigst, um die Zustellung nachzuholen.

Und warum haben wir das nicht per Post verschickt, wie die Gemeinde es aus unseren Steuergeldern mit ihren Informationen plant? Weil wir unsere Kosten selber bezahlen und nicht unbegrenzte Finanzmittel aus dem Steuersäckel zur Verfügung haben!

Einige wenige fanden es nicht gut, dass wir nur etwas eingeworfen haben, ohne zu klingeln. Wir haben das extra so gemacht. Wir haben gehört, dass die „Gegenseite“ geklingelt hat. Wir finden das aber übergriffig, unvorbereitet jemanden mit unserem Bürgerbegehren zu konfrontieren. Die meisten möchten sich ungestört ihre eigene Meinung bilden. Und für Fragen sind wir jederzeit zugänglich!

Nach der gutachterlichen Stellungnahme gibt es nun auch wenig Grund, nicht zu unterschreiben, wenn man das „Haus des Gastes“ retten will.

Wenn Sie das Haus erhalten wollen, sollten Sie jetzt unterschreiben! Andernfalls wird es garantiert abgerissen.

Unser Brief an Staatssekretätrin Carstens


17. August 2023 – Unser Brief an Staatssekretärin Carstens

Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Carstens,

in der digitalen Inselzeitung Amrum-News haben wir gelesen, dass Sie im Rahmen Ihrer Sommertour 2023 unsere schöne Insel Amrum besuchten und dabei auch die Gelegenheit hatten, unseren Wohnort Nebel und das „Haus des Gastes“ zu besuchen.

Weiter kann man lesen: „Der Bauausschussvorsitzende Martin Drews verwies auf das zurzeit laufende Bürgerbegehren zur Erhaltung des alten Gebäudes und die dadurch entstehenden Verzögerungen.“

Die Unterzeichnenden sind die Initiatoren dieses Bürgerbegehrens, und unser Ziel ist es, den Kurpark und das „Haus des Gastes“ zu erhalten. Hat Sie Herr Drews auch darüber informiert, dass

  • die Bürgerinitiative rund 2000 Unterschriften von Gästen gesammelt hat, die gegen die Neubaupläne der Gemeinde und für den Erhalt des Hauses des Gastes sind?
  • die Bürgerinitiative auf eigene Kosten zwei Gutachter nach Amrum kommen ließ, die beide bestätigten, dass man das Gebäude wirtschaftlich sanieren und restaurieren kann, trotz erheblichen Sanierungsstaus?
  • die Gemeinde einen Neubau für über 10 Mio. Euro plant und damit die Gemeinde Nebel für Jahrzehnte verschulden wird?
  • durch Versiegelung von 1700 qm Parkgelände ein wertvolles Biotop einer geschützten Pflanze (Tulipa sylvestris, ein Liliengewächs, das 1983 zur Blume des Jahres gewählt wurde) zerstört werden soll?
  • die Gemeinde die Hälfte des Kurparks abholzen möchte (83 Bäume, zum Teil über 100 Jahre alt, sollen geopfert werden), wodurch auch wichtige Habitate von Singvögeln, Fledermäusen und Eulen zerstört werden?
  • das Gebäude ein - wenn auch nicht denkmalgeschütztes, so doch medikales Kulturgut darstellt, das das letzte noch nicht zerstörte Gebäude der Bäderkultur - der Beginn des Tourismus auf Amrum - repräsentiert?
  • wichtige Parameter wie Nachhaltigkeit, graue Energie und Ressourcen sparen, von der Gemeindeverwaltung gar nicht diskutiert wurden?

Gerne hätten wir Sie getroffen, um unser Bürgerbegehren vorzustellen, wurden jedoch leider von niemandem über Ihren Besuch informiert. Unsere homepage unter www.retten-wir-das-Haus-des-Gastes.de beschreibt detailliert alle Hintergründe.

Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören.

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen


16. August 2023 – Überraschender Besuch des Wirtschaftsministers von Schleswig-Holstein, Claus Ruhe Madsen im Haus des Gastes

Wie wir aus gut unterrichteten Kreise überraschend erfahren hatten (vielen Dank!), war heute der Wirtschaftsminister von Schleswig-Hostein, Claus Ruhe Madsen mit einem Fahrrad auf der Insel, um sich einige Projekte anzusehen.

Vermutlich ging es um die Förderfähigkeit verschiedener Projekte.

Innerhalb von 15 Minuten fuhren Liane, Manfred und Jost Jahn spontan zum Haus des Gastes.

Zum Glück fuhr der Wirtschaftsminster samt Begleitung mit dem Fahrrad vor (er selber sogar auf einem normalen Fahrrad, kein E-Bike), so dass wir nicht zu spät kamen.

Dankenswerterweise erklärte der Bürgermeister Cornelius Bendixen, dass wir mit Minister Madsen nach dem Rundgang kurz sprechen könnten. Danach verschwand die Delegation stilvoll durch die von der Gemeinde vernachlässigten öffentlichen Toiletten in die Räume des Hauses des Gastes.

Nach der Führung durch das Gebäude nahm sich Minister Madsen dann auch wirklich einige Minuten Zeit für uns. Wir konnten ihm kurz erläutern, warum das „Haus des Gastes“ unserer Ansicht nach erhalten werden muss. Beide Seiten betonten, sich an das Ergebnis des demokratischen Prozesses zu halten. Worunter wir einen Bürgerentscheid verstehen.

Natürlich hat der Minister bisher nur die Informationen der Gemeinde erhalten, was wir auch an seinen Rückfragen bemerkten.

Vielleicht konnten wir dennoch einen kleinen Funken Zweifel an dem Projekt beim Wirtschaftsminister mit der Übergabe des Flyers legen.

Nach einigen Tagen berichtete die AmrumNews auch darüber.

Parkleuchte am Tag.


11. August 2023 – Parkbeleuchtung am Tag

Auf der letzten Sitzung des Bau- und Wegeausschusses am 27. Juli 2023 wurde seitens der Gemeindevertretung vorgetragen, dass die Bäume so krank wären oder so eng stehen (da ist man sich ja nicht so einig, weswegen genau), dass sogar am Tag die Parkbeleuchtung angeht.

Da kranke Bäume ein schütteres Dach haben, gehen wir mal von angeblich zu eng stehenden Bäumen aus.

Auf der Aufnahme vom 6. August 2023 im Rahmen des Dorffestes sieht man in der Tat zwei brennende Parkleuchten (rot umkreist). Man sieht darüber ebenso dichtes grünes Laubwerk. Krank sind diese Bäume sicher nicht. Stehen sie zu eng? Nun, es führen immerhin Wege zwischen den Bäumen durch.

Ich würe einmal behaupten, dass vielleicht die Steuerung der Parkbeleuchtung überarbeitet werden sollte. Die Bäume sind nicht krank, sondern liefern ein schattiges luftiges Plätzchen.

Mit den Bäumen ist es ja so eine Sache. Im Entwurf des bebauungsplanes steht, dass 83 Bäume „entfallen“ (vulgo gefällt werden). Im Baumkataster, welches uns auf mehrfache Nachfrage vorenthalten wird (das nennt man „Transparenz“) sollen die Bäume und deren Fällgrund näher markiert sein. Ralf Hoffmann von den AmrumNews hatte diesen Zettel bei unserem Interview dabei. Nur wir bekommen ihn nicht. Wir müssen diese Unterlagen mit anderen Unterlagen zusammen nach dem Informationsfreiheitsgesetz anfordern und sollen dann wohl ca. 500 € dafür bezahlen. Da mag jeder seine eigene Schlüsse ziehen. Wir würden gerne die Bäume dokumentieren, die gefällt werden sollen.

Nebeler Dorffest am 5. August 2023.


9. August 2023 – Dorffest in Nebel

Unsere Initiative hatte 4 Wochen vor dem Dorffest in Nebel einen Stand beantragt. Das Dorffest fand am Samstag, den 5. August 2023 statt. Wir bekamen die Sondernutzung zur Aufstellung eines Informationsstandes aber erst zwei Tage davor, so dass auch kaum eine Möglichkeit bestand, dagegen Einspruch zu erheben. Unter obigem Link können Sie mal sehen, wie so ein Bescheid aussieht.

Diese Genehmigung bekamen wir auch erst auf telefonische Nachfrage einige Tage vor dem Dorffest, weil noch „Rücksprache mit dem Bürgermeister“ gehalten werden musste (telefonische Auskunft des Ordnungsamtes). Was der Bürgermeister mit der Aufstellung eines Standes auf dem Dorffest zu tun hat, erschließt sich uns nicht. Dazu kann sich jeder seinen Teil denken.

Der unbeteiligte Beobachter könnte darin natürlich eine Absicht oder Schikane sehen. Selbst manche Kinder, die an unserem Stand vorbeikamen, fragten, warum wir nicht bei den anderen Ständen auf dem Dorffest stehen. Aber vielleicht wollte uns die Gemeinde ja auch nur einen besonderen Standort zuweisen, denn wer hat schon einen Stand ausserhalb des Dorffestes? Oder hatte man Befürchtungen, dass wir zu viel Zulauf bekommen würden?

Liane hat sich tapfer mit einer besonderen Bekleidung auf dem Dorffest gezeigt. Es wurde uns verboten Flyer auf dem Dorffest zu verteilen, Leute anzusprechen und sogar, den Menschen zu antworten, die uns auf dem Dorffest ansprechen. Das nennt sich dann wohl „demokratische Auseinandersetzung“. Dabei muss man gar keine Angst vor uns haben, wir reden nur, informieren und argumentieren aus unserer Sicht.

Aber wir haben 5 Unterschriften von tapferen Nebeler Bürger/innen eingesammelt und über 150 Gäste haben unterschrieben.

Hier noch einige Impressionen vom Fest:

Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel Dorffest in Nebel

Flyer vom 5. August 2023.


8. August 2023 – Unser Flyer

Wir hatten bisher im Wesentlichen nur die Webseite als Informationsmaterial und einen kleinen Handzettel mit dem Logo und dem Link zur Webseite.

Da wir immer wieder nach weiteren schriftlichen Informationen an den Ständen gefragt worden sind, haben wir selber einen Flyer entwickelt. Dieser kann hier oder oder unter den Downloads als PDF heruntergeladen werden.

Der Flyer selber wird als Wickelfalz gefaltet. Im PDF sind die beiden A4 Seiten abgebildet. Falten muss man dann selber,

Wir haben den Flyer auf eigene Kosten herausgebracht und drucken je nach Nachfrage nach. So können wir den Flyer aktueller halten.

Wir wollen nicht verschweigen, dass die Gemeinde (auf Steuerkosten) einen „Flyer“ als geheftete A4 Sammlung mit 6 Seiten im „Haus des Gastes“ auslegt. Die Argumente darin beruhen immer noch auf dem Touristikkonzept eines großen Veranstatltungsraumes etc. Lesen Sie gerne bei unseren Fragen und Antworten nach, wie wir diese Punkte sehen und scheuen Sie sich nicht, uns zu fragen. Wir arbeiten unsere Ansicht dazu gerne weiter aus.

Der Flyer der Gemeinde ist unserer Kenntnis nach nirgendwo herunterzuladen. Aus Urheberrechtsgründen verzichten wir hier darauf, ihn zum Download anzubieten.

Studien und Gutachten, Zitat.


6. August 2023 – Leserbrief zum Artikel im Inselboten

Die Aussagen vom Bürgermeisten können im Inselboten vom 4. August 2023 nicht unwidersprochen bleiben.

Zitat: „Es gab nie dieses eine Gutachten.“

Antwort: Warum wurde das dann all die Jahre behauptet? Mit welchem Recht werden immer wieder „Studien und Gutachten“ in den Begründungen zum Abrissbeschluss und zum Bebauungsplan 19-Entwurf (Anfang 2023) erwähnt? Die Behauptung, dass es Studien und Gutachten gibt, war auch der Grund, dass ganz viele Amrumer nicht daran gezweifelt hatten, dass das Haus nicht mehr sanierbar sei. Wir sind keine Fachleute und verlassen uns auf Fachgutachten, auf die sich unsere Gemeindevertreter beziehen.

Zitat: „Es hat aber diverse Expertisen, Kostenabschätzungen und ein Schadstoffgutachten gegeben, die nachgewiesen haben, dass eine Rettung des Gebäudes nicht wirtschaftlich zu machen gewesen ist.“

Antwort: Warum werden diese Expertisen, Expertenabschätzungen und Schadstoffgutachten nicht veröffentlicht? Die beiden von uns genannten Experten sind, im Gegensatz zur Gemeindevertretung der Meinung, dass die alte Villa wirtschaftlich zu sanieren ist, da die Bausubstanz grundsolide ist.

Inselbote.

Zitat: „Bürgermeister Bendixen hält das Gutachten der Initiative für völlig wertlos “Das ist eine Farce“, sagt Bendixen, „da haben zwei Leute von außen auf das Gebäude geschaut.“

Antwort: Diese Aussage ist so ahnungslos und überheblich, den beiden Fachleuten gegenüber. Es sind nicht irgendwelche zwei Leute, sondern international anerkannte Spezialisten der Sanierung erhaltenswerter Bauwerke. Sie waren in allen öffentlich zugänglichen Bereichen, auch in den Kellerräumen. Ein weiterer Zugang war von der Gemeinde versprochen, wurde aber in letzter Minute verwehrt, weil Bürgermeister Bendixen an dem Tag der Begehung verhindert war und kein Stellvertreter in der Lage war, den Schlüssel für die restlichen Räume zu übergeben.

Zitat: „Eine Kompromisslösung lehnt Bürgermeister Bendixen ab. Er setzt auf den Neubau. Wir haben mit der alten Villa ein nicht barrierefreies Gebäude über fünf Etagen. Mit dem Neubau mit dem großen Veranstaltungsraum soll das dörfliche Leben belebt werden“.

Antwort: Die Gemeindevertretung lässt sich vom Tourismuskonzept blenden. Nach wie vor ist Leben im Park, das haben die vielen Aktivitäten der letzten Zeit gezeigt, wo die Bäume guten Schutz boten. Wir brauchen nichts Neues, Bombastisches, Modernes, wir wollen keine Versylterung.

Nebel braucht keinen neuen Veranstaltungsraum. Offenbar wurde dieser in den letzten Jahren auch von Niemanden vermisst. Das dörfliche Leben kann auch in einem sanierten Bau stattfinden. Es reicht eine Barrierefreiheit in der öffentlich zugänglichen unteren Etage aus.

Aber wenn ein Kompromiss abgelehnt wird, sind die Dinge ja klar:

Wem etwas am Kurpark und dem alten „Haus des Gastes“ liegt und auch noch viel Geld sparen will, der muss das Bürgerbegehren unterschreiben. Somit kommt es dann zu einem Bürgerentscheid, und das Haus und der Kurpark können noch gerettet werden.

Wem das Haus und der Kurpark egal ist, wem Nachhaltigkeit, das Einsparen von Ressourcen und Steuermitteln und Baumschutz egal sind, der wird das Bürgerbegehren ignorieren.

Zitat: „Sollte dieser Vorgang in eine basisdemokratische Dorfabstimmung über Erhalt oder Abriss münden, dann schlägt Bürgermeister Bendixen vor, eine Podiumsdiskussion zu Pro und Contra des Erhalts der alten Villa mit Befürwortern und Gegnern stattfinden zu lassen.“

Antwort: Die Zeiten, dass von oben nach unten diskutiert wird, sind vorbei. Wir wollen keinen öffentlichen Austausch von Argumenten vor Publikum. Diese Diskussionen gleiten schnell in Nebenschauplätze ab und führen zu keinem Ergebnis. Die Argumente sind allseits bekannt und können auf unserer Webseite und in den Flyern der Gemeinde und der Bürgerinitiative nachgelesen werden.

Prof. Bartram und Partner.


2. August 2023 – Gutachterliche Stellungnahme

Mitte Juli haben – von uns beauftragt – der Restaurator Bode Vogel und der Statiker Prof. Bartram von Bartram und Partner das „Haus des Gastes“ besichtigt. Leider war es der Gemeindeverwaltung nicht möglich (obwohl zugesagt) einen Schlüsselträger zu organisieren, damit jeder Raum besichtigt werden konnte.

Dennoch konnte eine grundlegende Feststellung getroffen werden: Die Bausubstanz ist in Ordnung und das Gebäude kann saniert werden. Sie können die gutachterliche Stellungnahme von Prof. Bartram und Partner (PDF) im Original einsehen. Es wurde inzischen auch den Gemeindevertretern zugestellt, daher haben wir hier ein paar Tage mit der Veröffentlichung gewartet.

Wenn jetzt die Gemeindevertretung ihren alten Beschluss überdenkt unbedingt einen großen „neuen“ Veranstaltungssal für Nebel zu planen und die bisherige Nutzung vom „Haus des Gastes“ mit kleinen Änderungen beizubehalten, kann man mit geringeren Kosten als die 10 Millionen das „Haus des Gastes“ sanieren oder unser Begehren aufgreifen und einen kleinen Anbau samt Sanierung errichten. Diesen Bau könnte man auch an einer anderen Stelle errichten, wenn er dann nur als Veranstaltungsraum genutzt werden soll, z.B. am alten Schützenhaus.


1. August 2023 – Informationsfreihheitsgesetz

Von vielen unbemerkt, gibt es das Informationsfreiheitsgesetz im Bund und den Bundesländern (auch für Schleswig-Holstein).

Das erlaubt theoretisch jedermann ohne Grund über alles eine Auskunft vom Staat zu verlangen (und auch zu erhalten). Natürlich gibt es Ausnahmen. Da in Deutschland das digitale Zeitalter noch nicht so recht angekommen ist, werden in den Behörden diese Ausnahmen gerne sehr restriktiv ausgelegt. Dazu kommt, dass sich die Verwaltung 4 Wochen Zeit lassen kann und es keinerlei Sanktionsmöglichkeiten gibt, außer eine Beschwerde beim Unabhängigem Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein.

Bei unserem Bürgerbegehren wird gerne von Transparenz gesprochen und wir könnten doch alles „im Internet“ finden, hören wir oft. Vermutlich verwechseln dabei einige Ehrenamtliche ihr Intranet mit dem Internet. Das AmtFA veröffentlicht im Verhältnis zu den vorhandenen Dokumenten relativ wenig und löscht z.B. nach Aufrufen zu Stellungnahmen, Entwürfe aus dem Netz. In ihrem Intranet für die Gemeinderäte steht vermutlich mehr.

Da wir trotz Aufforderungen und Bitten Unterlagen nicht erhalten haben, gehen wir jetzt den formalen Weg nach dem Informationsfreihheitsgesetz. Dann werden wir sehen, wie „transparent“ die Verwaltung ist. Wir verstehen unter Transparenz die unaufgeforderte Veröfffentlichung aller Dokumente, deren Geheimhaltung aus wichtigen Gründen nicht erforderlich ist. Das auch auf einer leicht zugänglichen Seiten ohne kryptischen Zugangsweg. Selbst wenn das „nur Wenige“ interessieren würde, wie wir oft hören. Nur wie kann es jemand interessieren, wenn er wochenlang warten muss.

Hier protokollieren unsere Anfrage(n) und die Antworte(n) auf einer Extra Seite.

Schild in Norddorf.


30. Juli 2023 – Schild in Norddorf

Liane hat ein neues Schild in Norddorf untergebracht.

Jeder, der ein Schild haben möchte, kann sich bei uns melden. Es kostet nichts und wir liefern es auch an und stellen es auf Wunsch auch auf.

Insgesamt haben wir schon 29 Schilder ausgeliefert, einige sind verschwunden und zwei wieder zurück gezogen worden. Wir danken allen Aufstellerinen und Aufstellern der Schilder für ihre Unterstützung!

Screenshot.


28. Juli 2023 – Ausschusssitzung

Am gestrigen Tag war die Sitzung des Bau- und Wegeausschusses im „Haus des Gastes“ in Nebel.

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde boten wir an, gemeinsam zum „Haus des Gastes“ ein Gespräch zu führen, um zu Lösungen zu kommen.

Vom Ausschuss wurde uns aber aus unserer Sicht kommuniziert, dass das derzeit nicht gewünscht wird.

Ein Wunsch nach mehr Transparenz durch unaufgefordertes Zurverfügungstellen aller nicht geheimen Dokumente auf einer Webseite wurde abgelehnt, da das „nur wenige Amrumerinnen und Amrumer“ interessieren würde.

Im veröffentlichten Protokoll wurden die Fragen der Einwohner nicht aufgeführt, geschweige denn die Antworten. So geht Transparenz nicht!


27. Juli 2023 – Informationsstand beim Kulturpark

Unser Stand bei der Kirche.

Liane und Manfred haben einen Informationsstand angemeldet und nach einiger Zeit auch genehmigt bekommen. Das ist ein demokratisches Grundrecht. Der Standort wurde vor der Kirche an dem kleinen Zwischenweg (dort, wo manchmal der Posaunenchor spielt) vom Amt zugewiesen. Natürlich haben wir das Datum des „Kulturpark“ im Kurpark genommen. Wir möchten schließlich auch die Öffentlichkeit informieren.

Auf dem Kulturpark sollten wir keinen „politischen“ Stand eröffnen, wurde uns mitgeteilt. Das haben wir auch akzeptiert und daher den Informationsstand weit vor dem Kurpark aufgebaut – dort, wo die Gemeinde uns den Stand zugewiesen hat. Uns wurde von Gästen zugetragen, dass das Thema – natürlich – kontrovers auf den Ständen diskutiert wurde. Das freut uns, weil das zu einem demokratischen Diskurs gehört und wir denken, die besseren Argumente zu haben.

Wir haben dort zahlreiche interessante Gespräche geführt und eine große Zustimmung erhalten. Weit mehr als 250 Unterschriften von Gästen für die Open Petition konnten wir sammeln. Diese werden jetzt nach und nach in die Datenbank bei Open Petition eingepflegt. Auswärtige Gäste können noch einige Monate bei Open Petition online abstimmen. Da der Stand doch etwas abseits lag, könnte man das hochrechnen und käme auf Tausende Zustimmende. Leider haben wir nicht genug Zeit, täglich irgendwo einen Stand aufzubauen.

Überblick über alle unsere Schilder.


23. Juli 2023 – Schildergeschichten

Wir haben auf der Insel zahlreiche Schilder mit unserem Logo aufgestellt bzw. aufstellen lassen von Unterstützerinnen und Unterstützern.

Mit heutigem Tag sind es 26 Schilder. Zwei Schilder wurden wieder abgebaut aus bekannten Gründen. Wir danken für die Unterstützung bei den Aufstellern aller Schilder, ob abgebaut oder noch aktiv.

Einige Schilder haben neue Besitzer gefunden. Das ist aber nicht nötig, weil jeder ein Schild von uns bekommt, der es aufstellen will.

Gelegentlich wird ein Schild bemalt, aber das wechseln wir dann aus.

Weitere Informationen gibt es auf unserer Schilder Seite.

Alle Schilder haben wir bei Google Maps in einer eigenen Karte eingetragen. Für Google Earth Benutzer gibt es eine KMZ Datei zum Herunterladen und Einbinden in das Programm.


13. Juli 2023 – Geheim

Beispiel Umschlag.

Wir haben ja lange überlegt, wie man Nebler/innen die Befürchtung nehmen kann, dass ihre Unterschriften unter das Begehren publik werden.

Eine Amrumerin, die Unterschriften sammelt, brachte uns auf diese Idee. Sie gab uns einen separaten Umschlag, deren Unterschriften auf jeden Fall niemandem zur Kenntnis gelangen sollen.

Das haben wir jetzt wörtlich genommen und den Umschlag ohne Reinschauen zugeklebt und auf den Stapel der Zettel gelegt. Das bedeutet: Wer von den Nebler/innen nicht möchte, dass seine/ihre Unterschrift bekannt wird (auch nicht bei uns), der sende uns einen verschlossenen Umschlag zu (möglichst nur eine Unterschrift je Umschlag zum besseren Zählen oder deutlich mit der Unterschriftenanzahl markieren) bzw. legt den in unseren Briefkasten.

Die Art des Umschlages ist frei. Als Bildmuster ist einer mit Fenster, wo man die Unterschrift aber nicht sehen kann. Wir werden diese Umschläge nicht öffnen, sondern so dem Einwohnermeldeamt übergeben, so dass es nur dort ein Datenleck geben könnte, wovon wir aber nicht ausgehen. Damit wir Keinen doppelt ansprechen, haben wir bisher auf die Unterschriftenzettel geschaut, ob wir schon eine Unterschrift haben.

Mehr nehmen wir nicht zur Kenntnis. Das entfiele dann für die verschlossenen Umschläge. Da wir dann nicht kontrollieren können, ob die Unterschrift gültig sein könnte, zählen wir diese Umschläge zwar, betrachten Sie aber vorläufig nicht für das Quorum. Jetzt kann sich jeder/r trauen zu unterschreiben ohne Bedenken, dass er/sie darauf angesprochen wird oder gar diskutieren soll. Das gilt aber nur für wahlberechtigte Einwohner von Nebel.